Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gewalt gegen Polizisten - Freund oder Feind?!

Nach Sprengstoffanschlag auf Polizei in Berlin
Erinnert ihr euch noch an die Szenekracher längst vergangener Tage: "Slime - Bullschweine" oder der zeitlose Hit "Polizei, SA, SS" auch "Toxoplasma - Polizeistaat" und wie die Lieder gegen die Staatsgewalt alle hießen.

So heißt es z.B. in einem (indizierten) Lied:

"Mollis und Steine gegen Bullenschweine..."

"...nur ein totes ist en gutes Schwein!"

Auch ich habe in meiner Teenagerzeit gerne "revolutionären" Deutschpunk und andere linke "Widerstandsmusik" gehört, "Deutschland verrecke" und "Schlag die Polizei zu Brei" rumgeschrien mit meiner Hahnenpracht auf meinem Dickkopf.

In dieser Zeit war ich mir auch meiner für mich ganz persönlich legitimierten Mittel zur Durchsetzung meiner "politischen" Ziele (Damals dürfte das dann die totale Anarchie gewesen sein ;) und ich habe Gewalt zur Durchsetzung nicht abgelehnt. Gleichzeitig in meinem jugendlichen Unverständnis Werte wie Menschlichkeit und Würde ganz, ganz, groß geschrieben. So wie`s die Antifa heute macht:

...Über Pfefferspray aufregen und Brandsätze schmeißen... (Warmduscher)

2010 starben 8 Menschen durch Polizeikugeln, 23 wurden verletzt. 37 x schoßen sie gezielt, 59 Warnschüsse wurden 2010 abgegeben, der häufigste Grund zur Nutzung der Dienstwaffe war für die Beamten Notwehr. Im Jahresdurchschnitt ist durch die Polizei alle 10 Tage gezielt auf einen Menschen geschoßen worden.

Das sind im Vergleich zu den Vorjahren sehr sehr niedrige Werte.

Gewerkschaft der Polizei wirbt in Kampagne für Schutzparagraphen
2010 sind 2900 politisch motivierte Angriffe auf Polizisten oder ihre Ausrüstung begangen worden. Darunter auch Angriffe direkt auf Polizeiwachen mit Brandsätzen und Pflastersteinen geschehen in Hamburg und Berlin durch (dumme, junge) Linksextreme Leute. Über die Häfte dieser 2900 Angriffe fand ebenfalls durch Linke statt. Allein in Bayern gab es 2010  fast 13.000 Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten, die beleidigt, bespukt, gestoßen, geschlagen oder getreten wurden. Statistisch gesehen, sei damit jeder dritte Beamte zum Opfer geworden, berichtete Innenminister Joachim Herrmann (Bayern) im Mai diesen Jahres. 1638 Beamte wurden verletzt, 13 von ihnen schwer. Es habe sogar 11 versuchte Tötungsdelikte gegeben, so Herrmann.

Besonders gefährdet sind in der ganzen Republik, in Städten mehr als in kleinen Gemeinden, Beamte im Streifendienst und dies vor allem an den Wochenende. Statistisch gesehen üben Personen im Alter von 18 - 25 Jahren am häufigsten Gewalt gegen Staatsbeamte aus. Am wenigstens gefährdet sind sie durch Kinder bis 14 Jahren und bei Erwachsenen ab 30 Jahre, wobei es auch hier Ausnahmen gibt.

In Nordrhein-Westfalen ein ähnliches beinahe identisches Bild: Am 05.12.11 also vor wenigen Tagen erst berichtete report-K (Köln) über Gewalt gegen Polizisten in NRW:


"Im vergangenen Jahr wurden 13 nordrhein-westfälische Polizeibeamte so schwer verletzt, dass sie mehrere Tage oder Wochen dienstunfähig waren. Insgesamt wurden 1.734 Polizistinnen und Polizisten im Dienst durch Angriffe verletzt. "Die Polizistinnen und Polizisten auf der Straße erleben immer häufiger aggressives und respektloses Verhalten. Es gibt eine neue Qualität und Intensität der Gewalt", stellte der Innenminister fest. "Zu diesem Thema wird ab 15 Uhr heute eine Sendung ausgestrahlt, klick den Link

Nun (nach 10 Jahren stetig steigender Aggressivität gegen Polizeibeamte) möchte NRW eine Studie zur Kriminalität gegen die Polizei in Auftrag geben. 10 Jahre Anlaufzeit, meine Fresse (...).

Auch in Bremen das gleiche Bild, Bremen der Heimatort des berüchtigten Miri-Inzucht-Clans , hier schreibt Radio Bremen am heutigen Tag, dem 15.Dezember.2011, hier ein kleiner Auszug des Artikels: "In Bremen-Nord wurden unlängst zwei Zivilbeamte zusammengeschlagen, als sie sich von einer Gruppe die Ausweise zeigen lassen wollten. Im September kam es auf der Bremer Sielwall-Kreuzung im Steintor-Viertel am Rande eines Festes zu Ausschreitungen, bei denen - wie Polizisten anschließend berichteten - der "normale Bürger“ mitmischte. Die Beamten wurden beleidigt, bespuckt und mit Flaschen und Steinen beworfen."

 
So sieht`s dann in der Pause aus
Es gibt unzählig viele Beispiele  die die steigende Gewaltbereitschaft Polizisten gegenüber dokumentieren. Die Gründe hierfür sind vielseitig gestreut und nicht allein durch eine Verschärfung der Gesetze wieder wett zu machen. Entwurzelung, Perspektivlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Respektlosigkeit, fehlende Vorbilder, fehlende Strukturen, fehlende Integration, fehlendes Werteverständniss,  Ausnahmesituationen, ach die Liste lässt sich beliebig fortführen, bei den meisten fehlt so einiges ;)

Eine kürzlich veröffentlichte alle Jahre erscheinende Langzeitstudie traf es in seiner Beurteilung ganz gut und diese Formulierung ist überall spürbar:

"Wir leiden unter "verrohenden Bürgertum""

Ich bin der Meinung das Gewalt egal von wem gegen wen immer das Gegenteil provoziert von dem was eigentlich erreicht werden wollte. Das es manchmal schwer ist sich zusammen zu reißen weiß ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. 

Mit jedem Schlag in eine Bullenfresse, wird eine Kamera mehr installiert, ein Knüppel mehr aus`m Sack geholt, wer will das schon?

Außerdem ist Gewalt sowieso mal doof!






 

Kommentare:

  1. womit du generell schon ma recht hast ist das gewalt scheiße is.

    sie ist aktzeptabel wenn sie mit gegenseitigem einverständniss stattfindet(hool gegen hool zb),aber kann und darf nicht ausdruck einer (politischen) meinung sein.

    ich hatte aus offensichtlichen gründen auch meinen ärger mit den grün weißen,hab aber trotzdem den acab dreck nicht proklamiert oder deswegen rumgejammert.
    wenn ich den knüppel abgekriegt hab,dann zurecht und ich hatte auch immer mein möglichstes getan damit das passiert.

    ich war den jungs und mädels immer sehr dankbar, wenn ich widamal ,ohne erinnerung, inner ausnüchterungszell auf der davidswache aufgewacht bin,das mir zu meiner persönlichen habe habe auch nen kaff und nen brötchen gereicht wurde.
    habs auch nie unterlassen mich zu bedanken während ich dann immer meine laces wida in die boots gefriemelt hab,und hab immer nen 5er für die kaffee-kasse dagelassen.

    wie man in den wald ruft so schallts heraus!

    klar gibts stupide prügelbullen,arschlöcher gibts überall,aber die der großteil sind einfach männer und frauen die versuchen ihren job zu machen.

    für mich sind weder polizisten bastarde noch sind soldaten mörder.

    alle zusammen dienen sie dem staat,dem gesetz und der demokratie,und dafür haben sie vor allem eins verdient : RESPEKT!

    all die idioten die steine schmeißen usw. sollten sich einfach mal bewußt machen,das ohne diese loite,niemand die demokratie und das gesetz verteiden würde,und sie dann die ersten wären die misshandelt/getötet/zensiert werden,ohne das irgendwer hilft.

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  2. Tja diesen Blick über den Tellerrand auszuführen sind viele nicht in der Lage.

    Sie sehen immer nur ihre eigenen Ziele und geh`n dafür über Leichen...

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  3. Bullen in Bayern.. Sind ganz üble Dreckschweine dabei. Die dürfen ihre sadistischen Neigungen an Kumpels von uns ausleben.. und ich wurde beschimpft und gedemütigt (zum Ausziehen gezwungen.. zum Glück kam es nicht schlimmer). Und wenn ich dann z.B. Videos sehe, wo sie grundlos gegen wehrlose Leute, Kinder, Greise knüppeln. Never ending story....

    Wenn ich könnte, würd ich schon den ein oder andren an die Wand stellen wollen. gnnnn

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  4. @ mi

    wie gesagt,arschlöcher gibts überall...

    freundin von mir is im krankenhaus gelandet ,weil se sich dazwischengedrängt hat als antifas nen soldaten aufgemischt haben.(der hat erste hilfe geleistet und die sanis gerufen,wer weiß was sonst passiert wäre.)

    anderer kumpel von mir is im krankenhaus gelandet,weil er dazwischen gegangen ist als nazis nen farbigen aufmischen wollten...

    ich selbst hab mir in hamburg nen stein eingefangen,als ich den cops geholfen hab einen verletzten kollegen aus der schußlinie zu ziehen...

    trotz,oder besser,genau deswegen sag ich :

    zivilcourage zeigen!

    gegen gewalt,egal von wem!

    und für regionale :

    nur der hamburger weg,ist der RICHTIGE weg!

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  5. Scheiße ey, so ein schönes Kommentar und mein Rechner schmiert ab...
    MI ich kann Deinen Greuel verstehen auch ich musste mich schon ausziehen und erniedrigen lassen vor den Bullen. Von anderen wurde ich nach einem Raubüberfall gegen meine Person fast 70 km nach Hause gefahren.
    Es sind Menschen...
    derHool hab ma kleine Geschichte von mir zum Thema heutiger Zivilcourage gepostet ;)

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  6. WIe viele verletzte Cops gabs denn bei den chaostagen..? Das wär ja mal interessant...Es ist ne schöne vorstellung soeine Schlacht zu führen nur keiner denk über das dannach oder die Konsequenzen nach... ICh bin auch schon netten Bullen und scheiß Bullen begegnet..Einer meiner Besten Freunde aus der Schulzeit ist heute beim BGS...was will man machen...

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Keine Beleidigungen!