Freitag, 21. Oktober 2011

Freiheit für Hunde und alle anderen Tiere

Na, kennt ihr det auch?

"Leinen sie den Hund sofort an"

oder

"Ich zeig sie an, ich weiß wo sie wohnen"

oder

"Dein scheiß Köter pisst immer gegen meinen Busch"

oder

"mein Kind hat Angst vor Hunden, nehmen sie ihn weg"

oder, oder, oder

Es gibt in dieser Stadt einige Möglichkeiten um seinen treuen Freund naturnahe und leinenlos auszuführen. Die Brutzeit der Vögel von April bis mitte Juli mal ausgenommen, da herrscht grundsätzlich Leinenpflicht. Zu meiner großen Freude bin ich stolzer Besitzer eines 4-Jährigen Dalmatiner Rüden. Dalmatiner sind Lauf- und Begleithunde mit sehr menschenfreundlichen Charakterzügen, die sie, zugegeben, manchmal etwas stürmisch zum Ausdruck bringen. Ein Laufhund benötigt logischerweise viel Auslauf. Ein Dalmatiner sollte mindestens 2 Stunden am Tag frei laufen können und das ermögliche ich meinem "Lucky" auch. "Lucky" freut sich über alles und jeden und geht schwanzwedelnd auf jeden Menschen zu und möchte gestreichelt werden. Die Menschen reagieren die Menschen grob gesehen auf 3 Arten auf diesen tierischen Annährungsversuch:

1. Sie freuen sich und streicheln und betüdeln "Lucky"

2. Sie ignorieren ihn und gehen einfach weiter

3. Sie beschimpfen ihn oder mich, teilweise auf eine echt üble Art

Alle Möglichkeiten kommen bei jedem längeren Spaziergang vor. Zum Beispiel wenn "Lucky" mit einem anderen Hund auf einer Wiese spielt, die an einen Radweg grenzt und die Hunde eben diesen Radweg in ihrer Unwissenheit kurz vereinnahmen und die kommenden Radfahrer absteigen müssen. Da geht das Gemecker und Gezeter schon los, wie kann man auch nur seine Hunde auf ner` Wiese spielen lassen. Unverschämtheit.
Diese Menschen scheinen davon auszugehen, sie hätten die Welt und jeden Quadratzentimeter großen Flecken für sich gepachtet.
Haben se aber nicht!
Überall liegen Glasscherben und Müll herum, daran fahren diese Menschen so vorbei und nehmen es als gegeben hin. Doch wehe ein Hund pinkelt oder scheißt bestenfalls in oder an ihre Hecke. Das ist für manch` Erdenbürger schon eine Katastrophe mittleren Ausmaßes.
Die Zeit, die ich mit meinem Hund draussen verbringe ist sehr wichtig für uns beide. Er ist viel zu lebendig und fröhlich gesinnt, als dass ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte, ihn ständig an der Leine zu führen. Der Mensch stellt den Tieren in seiner grenzenlosen Gier nur noch wenig (verpesteten) Lebensraum zu Verfügung und selbst auf diesen kleinen Wiesen und Pfaden gibt es immer wieder Theater mit anderen Menschen.
Man stelle sich einmal eine Welt ohne freilaufende Tiere, alle selbst Insekten und Würmer - eingesperrt, eingezäunt, angekettet. Also mir läuft bei dieser Vorstellung ein kalter Schauer über den Rücken. Da riskier lieber ich weiterhin endlose Diskussionen und habe dafür einen glücklichen Hund. Da können die Leute sich noch so aufregen.

"Können sie die nicht anleinen"

ist dann so der Standard Spruch,

"Nein kann ich nich! Verdammte Kacke"

Rücksichtnahme Fehlanzeige, als wenn die Tiere keine Rechte hätten. Alles ist zubetoniert und mit Zäunen und Mauern verbarikadiert und die wenigen Meter Grünfläche die den Hunden noch zu Verfügung stehen, werden ihnen von engstirnigen, miesepetrigen Leuten noch streitig gemacht. Genau diese Leute stopfen sich dann Abends noch billiges Fleisch aus der Massentierhaltung in ihren Schlund und beschweren sich mit vollem Mund bei ihrer Familie über die frechen, dummen Hundehalter aus dem Park.
Es passiert häufiger auch, das Kinder weinen, wenn "Lucky" ihnen entgegen läuft. Die Eltern regen sich dann ziemlich auf. Sicher ein streitbarer Punkt, indem ich die Meinung vertrete:

"Fragen sie sich mal, weshalb ihr Kind Angst hat"

In vielen Fällen ist es einfach das bisherige Auslassen der Eltern ihre Kinder mit Tieren in Kontakt zu bringen. Dies ist sehr wichtig für das spätere Sozialverhalten und die Entwicklung von Respekt den Tieren gegenüber.

Kommentare:

  1. Zeugt es nicht etwas von "Doppelmoral" indem für die Freiheit der Tiere ist, aber selber Fleisch aus Massentierhaltung isst?

    aber im Grunde hast du Recht...80% (vllt doch auch mehr) der Menschen sind und werden wahrscheinlich auch immer was gegen freilaufende Tiere haben....Der Egoist im Mensch wird immer Siegen, solange der Kapitalismus herrscht..erst dieser hat uns zu Egoisten gemacht..
    daher sollte es eigentlich für jeden Proletarier klar sein, dass dieser sein Klassenbewusstsein erkennt und auf die Straße geht..
    KLASSENKÄMPFE FÜR DAS MENSCHEN- und TIERRECHT.

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  2. Woher weißt`n was ich für Fleisch esse? Mal ganz abgesehen davon, dass Du Recht hast!

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  3. SO gut wie niemand kann sich aus der Fleischproduktion der Massentierhaltung enthalten ;) egal was für Fleisch mensch kauft, es wird zu 90% aus Massentierhaltung kommen..

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Keine Beleidigungen!