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Samstag, 20. April 2013

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Sonntag, 26. August 2012

Zeitarbeit in Pflege - und Altenheimen

In größeren Städten ist es schon seit Jahren Realität, ländliche Regionen sind noch eher weniger betroffen.


Zeitarbeit in der Pflege.

"Hier fühlen Sie sich Zuhause!"

"Bei uns steht ihre Würde an erster Stelle"

"Mensch ist hier noch Mensch"

So oder so ähnlich werben ausnahmslos alle Altenpflegeheime in ihren Hochglanzprospekten, die überall in den Einrichtungen herumliegen. Alles leere Phrasen. Stellen Sie sich vor, Sie werden beinahe jeden Tag von fremden Personen geweckt, die Ihrer Sprache teilweise nicht einmal mächtig sind.
"Hallo, ich XXX, Sie aufstehen jetzt, ich waschen", wobei dies aufgrund der eigenen Vorstellung noch ein erstrebenswerter Weckvorgang ist. Fühlen Sie sich dort Zuhause?

Chronisch unterbesetzt, teilweise unterqualifiziert, emotionslos - Alltag in deutschen Einrichtungen der Seniorenverwahrung für Mittelstand und Unterschicht. 2 Pflegekräfte auf 20, 30 zu Pflegende sind Normalität und kein Einzelfall.

Die Senioren spüren das, sie fühlen sich abgefertigt, Kapitalanlage Gammelfleisch, welches es zu bearbeiten gilt um es möglichst lange am zahlen zu erhalten. Am besten in Pflegestufe 3 = kann nix, will aber auch nix, zahlt am meisten. Das Pflegestufe 3 für den Betroffenen absolut scheiße und nicht wünschenswert ist, interessiert niemanden. Sie habe alle nur Dollarzeichen und den Feierabend in Kopf. Auch ich erwische mich oft bei dem Gedanken an Feierabend oder dem Gedanken, an den bevorstehenden Geldeingang (scheiß Gruppenzwangkapitalismus).

Wenn man als Zeitarbeiter das erste Mal in eine Einrichtung kommt um z.B. einen Frühdienst abzuleisten bekommt man in vielen Fällen einen Laufzettel in die Hand gedrückt auf dem die Bewohner stehen, die man zu versorgen hat. Auf diesem Laufzettel stehen sporadische Infos über den Menschen, der sich hinter einer der weißen Türen befindet, die sich in den Einrichtungen zu Hauf finden lassen. "Sitzt im Rollstuhl", "Muss gelagert werden (Lagern: Das Drehen eines Menschen im Bett, der dazu selbst nicht mehr imstande ist, Körperpartien werden zur Druckgeschwürvorbeugung mit Kissen abgepolstert)", diese und weitere Floskeln sollen den Zeitarbeiter dann dazu befähigen ganzheitliche, menschenorientierte, individuelle Pflege zu leisten. Je nach Einrichtung und dem Pflegeaufwand der zu versorgenden Menschen können auf diesem Zettel durchaus 10, 15 in Einzelfällen auch mehr Namen stehen, die man innerhalb einer Schicht pflegerisch zu versorgen und zu betreuen hat. Dabei weiß man noch nicht einmal wo der (unentbehrliche) Pflegewagen steht, die Handschuhe oder die Handtücher liegen und überhaupt was da los ist, da steht man schon alleine im Flur, ganz nach dem Motto "Nun mach mal".

Dazu kommt der eklatante Pflegekräftemangel in vielen Großstädten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt. Der Kampf um die Arbeitskraft hat begonnen, d.h. aber auch, dass jeder als Pflegehelfer eingestellt wird, der weiß wie man eine Hose richtig herum anzieht. Wenn man dazu noch für den Mindestlohn von 8,51 € (brutto natürlich) arbeiten muss, wie bei den allermeisten Zeitarbeitsfirmen und auch bei einigen privaten Heimbetreibern der Fall, ist man nur für andere da und wird gleichzeitig ausgebeutet und verbraucht. Darunter leidet die Qualität der Pflege in hohem Maße. Doch nicht nur für die Menschen, die in den Einrichtungen den Rest ihres Daseins fristen müssen, ist Zeitarbeit ein Problem.

Wie in anderen Bereichen der Zeitarbeit auch (Industrie, Handwerk) bekommen auch die Zeitarbeiter in der Pflege für gleiche Arbeit (eher ist es für sie noch wesentlich schwieriger, da sie die Menschen, die sie zu pflegen haben, ja nicht kennen), in aller Regel weniger Geld, als die festangestellten Pflegekräfte. Sie müssen flexibler sein, sie kriegen z.B. erst am Morgen bescheid, wo sie am Nachmittag arbeiten müssen, bei vielen Zeitarbeitsfirmen läuft es mit der Bezahlung nicht immer 100 % (Zuschläge werden einfach nicht bezahlt usw.).

Selbst Wohlfahrtsorganisationen wie die Caritas, die AWO, die Diakonie arbeiten in Ballungszentren regelmäßig mit Zeitarbeitsfirmen zusammen und das obwohl ein Großteil der Bevölkerung diese moderne Form der Sklavenhaltung mißbilligt.

Zeitarbeit als Sprung in den ersten Arbeitsmarkt? Gerade in der Pflege ist davon ja auszugehen, doch da wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn Zeitarbeitsfirmen verlangen "Vermittlungsprovisionen" bei Übernahme in die Stammbelegschaft der Einrichtung und das sind locker mal 10 - 15 % des Bruttojahresgehaltes, selbst wenn der Zeitarbeiter vorher kündigt, gekündigt wird, wie auch immer und dann in die Stammbelegschaft einer Einrichtung wechselt, in die er vorher entliehen wurde, hat die Zeitarbeitsfirma das Recht diese Ablösesumme einzufordern, auch noch bis zu 12 Monate im Nachhinein, auch wenn der Arbeitnehmer nur einen einzigen Tag entliehen wurde und nicht nur das: Sogar andere Einrichtungen des gleichen Trägers, müssen diese Provision zahlen, auch wenn das jeweilige Haus, den Zeitarbeiter noch nie bei sich arbeiten ließ, die gleiche Trägerschaft reicht aus, denn die Zahlung dieser fragwürdigen Ablösesumme, ist vertraglich vereinbart und zwar nicht in dem Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Zeitarbeit, sondern in dem "Verleihvertrag" zwischen Zeitarbeitsfirma und Einrichtung, die Zeitarbeiter ausleiht. Allein ein Altenpflegehelfer mit einem Jahresbruttoeinkommen von nur 19200 €, kann somit die Einrichtung, die ihn übernehmen möchte, 2500 € kosten, diese Ablösesummen sind für viele Einrichtungen natürlich ein Hindernis, Leute, die sie entliehen haben fest anzustellen und die Zeitarbeitsfirmen verhindern somit einen Mitarbeiterabgang um selbst weiter an ihnen verdienen zu können.

Zeitarbeit in der Pflege der Generation einzusetzen, vor der wir eigentlich am meisten Respekt haben müssten, ist ein Wagnis. Die Frage die sich mir stellt ist: Kann eine bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigte Pflegekraft Tag für Tag qualitativ hochwertige und menschenwürdige Pflege leisten, wenn sie selbst unter einem unwürdigem Arbeitsvertrag schuftet, viel zu wenig Lohn und beinahe gar keine Anerkennung bekommt. Wenn sie Angst hat sich krank zu melden, aufgrund drohender Kündigung oder Gehaltseinbussen. Sie nie irgendwo "ankommt" und so etwas wie "vertrautes Verhältnis" zu den ihr anvertrauten Menschen aufbauen kann.

Sie kann - aber wie lange?


Hamburg - Schanzenfest 2012 ohne große Randale, aber mit Messerattacken

Wie von behördlicher Seite im Vorfeld angenommen, kam es beim Schanzenfest in der Sternschanze zu keinen größeren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Am Tag verlief das links-alternative Strassenfest sowieso, wie auch in all den Jahren zuvor gewaltfrei. Als ich am Nachmittag über den Flohmarkt schlenderte wurde in jeder Ecke gesungen, gelacht, gekocht, getrunken, geknutscht, getanzt - einfach toll.

Vorsorglich brachten ein paar Punks, die auf den Treppen der roten Flora leben, ihre Matratzen und ihr Hab und Gut schonmal in eine sichere Ecke, nicht das da noch die falschen Sachen angezündet werden.

Am späten Abend dann doch noch ein leichtes Aufbäumen der Krawalltouristen, vor der roten Flora wurde ein Feuer gegen den Willen der Anwohner und der Floramitglieder angezündet, obwohl gar keine Polizei da war. Mitglieder der roten Flora und Anwohner der Schanze versuchten das Feuer zu löschen, dabei kam es zu Handgreiflichkeiten, die Krawallmacher schützten das Feuer mit Waffen und stachen einen 29 Jährigen nieder. Erst da rückten Rettungskräfte an. Später in der Nacht versuchten 30-40 Unbekannte die Haspa Filliale am Schulterblatt direkt neben der roten Flora zu stürmen, die Hundertschaften, 13 and der Zahl (also rund 1500 Beamte) rückten erst jetzt näher und wurden von ca. 300 Personen mit Flaschen und Böllern beworfen. Die Einsatzkräfte räumten mithilfe eines Wasserwerfers die Piazza am Schulterblatt, danach kam die Stadtreinigung.

Verantwortlich für die rückgehende Gewalt, ist natürlich, das polizeiliche Einsatzkonzept und nicht die Tatsache, dass viele Hamburger Autonome sich in Rostock-Lichtenhagen befanden um den Pogromnächten 1992 in dem Rostocker Stadtviertel zu gedenken, bwz. die Tatsache, das Gewalt auf dem Schanzenfest erst entsteht, wenn die Polizei versucht einzumarschieren. Stimmen der roten Flora und Anwohner äußerten sich entsetzt über die Brutalität der auswärtigen Krawallmacher.

 

Freitag, 17. August 2012

Hamburg - Obdachlose, Bettler und Schnorrer stören das Stadtbild

titelte am 07.08.2012 die BILD Hamburg, dazu online beim BILDSchundblatt eine schöne Fotoreportage (s. Link) über Obdachlose am Hamburger Hauptbahnhof, "als Hamburger kann man sich nur schämen" lautet, die in typischer Springermanier, beißende Überschrift der Fotostrecke. Dazu schöne Foto-Untertitel aller "Bahnhofselend" und Bürger die ihre Meinung kundtun: "das is ja alles viel zu ekelig und asozial" äußert die Mutter eines Kleinkindes gegenüber BILD (jedenfalls schreibt BILD das so), Obdachlose werden natürlich nicht befragt. "So begrüsst die schönste Stadt der Welt ihre Gäste" darüber ein Bild mit einem stark alkoholisierten, schlafenden Menschen. Stimmung wird gemacht, gegen Obdachlose, Alkoholverbote werden gefordert, mehr Prävention, einer schiebt den schwarzen Peter dem nächsten zu: Die Bahn der Stadt, die Stadt der Polizei, die Polizei wiederum der Bahn und auch der Verkehrsbehörde. Doch keine scheint zu begreifen, dass damit das "Problem" Obdachlosigkeit nicht gelöst, sondern bestenfalls verlagert wird.

Immer wieder gibt es öffentliche Empörung über das selbstverständliche, eine Randerscheinung einer Leistungsgesellschaft, die Obdachlosigkeit, die Bundesregierung führt keine Statistik über Wohnungslosenzahlen, Schätzungen werden von Wohlfahrtsverbänden abgegeben, sie gehen teilweise weit auseinander doch es ist davon auszugehen, dass mehrere hundert Tausend Menschen in Deutschland wohnungslos sind und ein großer Prozentsatz dieser Menschen dauerhaft oder zweitweise auf der Strasse lebt. In Hamburg geht die Politik (aufgrund einer Fragenbogenerhebung) von 1020 (Stand 2009) Obdachlosen aus, Wohlfahrtsverbände schätzen hingegen, dass in Hamburg 5000 - 15000 Menschen in offener oder versteckter Obdachlosigkeit leben.
Kersten-Miles Brücke in Hamburg, ein Zaun zur Vertreibung von Obdachlosen

Eigentlich spielt die geaue Zahl der Obdachlosen auch nur eine sekundäre Rolle, der gesellschaftliche Umgang mit diesem Thema ist der Falsche. Natürlich begrüsst Hamburg seine Gäste so, bei dem horrenden Mietspiegeln in dieser Stadt, den hohen Lebenshaltungskosten, den gesellschaftlichen Druck "zu funktionieren", die Anonymität in der Masse und wenn die freie und Hansestadt Hamburg dieser Nebeneffekt nicht gefällt hat sie auch dafür zu sorgen, dass geeignete Maßnahmen zur Lösung und Vermeidung von Obdachlosigkeit gefunden werden. Wieder versuchen Politik und alle die, die meinen, dass sie was zu melden haben, die Situation nur symptomatisch und nicht ursächlich zu behandeln. Verdrängen, vertreiben, verstoßen, damit die "schönste Stadt der Wald" auch schön sauber bleibt und niemand unserer Gäste mitbekommt, wie es wirklich aussieht.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

kurz notiert. Deutsche Bank Chef Ackermann entgeht Briefbombenanschlag

Beispielbild
Unbekannte haben dem deutsche Bank Chef Josef Ackermann eine funktionsfähige Briefbombe geschickt. Der unauffällige, persönlich an Ackermann addressierte DIN 5 Umschlag ist in der Poststelle der deutschen Bank am Mittwoch aufgefallen und geröngt worden, da er wohl Drähte und Metalteile enthielt (Quelle N24 Nachrichten), desweiteren ein explosives Puver (sowie Bombensplitter n. Aussage eines hochrangingen US - Millitärs), jedoch handelt es sich weder um industriellen noch millitärischen Sprengstoff (Quelle Telebörse). Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Experten des LKA Hessen und der Polizei entschärften den Sprengsatz. Hinweise zur Motivlage oder dem oder den Täter(n) gibt es angeblich nicht. Es bleibt also zunächst offen, ob dies ein abgezogener Familienvater im Alleingang veranstaltet hat oder eine politische Organisation aus dem Kollaps der Finanzmärkte heraus zu terroristischen Aktivitäten übergeht und große Köpfe der Finanz(untergangsgeweihten)Welt ab zu schlagen versucht.
Beispielbild
Selbst das FBI hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet, es könnte ja alles seinen Ursprung in der amerikanischen Occupy Bewegung haben, diese wiederrum distanzierte sich sogleich von solch` hinterlistigen, verbrecherischen Vorhaben.
Die Welt brodelt und verhält sich immer hemmungsloser, entwurzelter, aggressiver. Die neunmalkluge Menschheit dezimiert sich mal wieder selbst, diese hochentwickelte Spezies benötigt keine Eiszeit um sich auszurotten.


Edit 22 Uhr: Der Spiegel berichtet:

"Italienische Linksextremisten haben nach eigenen Angaben die Briefbombe an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verschickt. Laut dem hessischen Landeskriminalamt enthielt die Sendung das Bekennerschreiben einer Gruppe namens “FAI” – Federazione Anarchica Informale. In dem Schreiben sei von “drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger” die Rede. Daher müsse davon ausgegangen werden, dass noch zwei weitere Briefbomben verschickt worden sein könnten.
Das versteckte und gerollte Bekennerschreiben sei bei der Spurensicherung gefunden worden, erklärten die Ermittler. Es wurde demnach auf Italienisch verfasst. Die Briefbombe war am Mittwoch in der Poststelle der Deutschen Bank entdeckt und entschärft worden. Verletzt wurde niemand. Die Ermittler erklärten, in dem abgefangenen Brief sei eine “funktionsfähige Briefbombe” gewesen. Sie soll in einem Umschlag im DIN A5-Format verschickt worden sein. Zur Zusammensetzung des Sprengsatzes wollten sich die Behörden “aus ermittlungstaktischen Gründen” nicht äußern. Die Untersuchungen dauerten noch an.
Bei der “FAI” handele es sich um eine terroristische, linksanarchistische Organisation, teilte das LKA mit. Die Gruppe habe in der Vergangenheit mehrfach die Verantwortung für Anschläge gegen staatliche Organisationen in Europa mit Schwerpunkt in Italien übernommen. Dort ist die Anarchistengruppe seit 2003 durch verschiedene Anschläge und Bekennerschreiben bekannt."

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Die Polizei, die Bewegung und das liebe Geld

In jeder (Schein)demokratisch ausgerichteten Nation hat die Polizei die Aufgabe die Ordnung des Landes und die Sicherheit seiner Bewohner zu gewährleisten.
Straftaten und Verbrechen sollen möglichst aufgklärt oder und das wäre noch besser, sie müssen im Vorfeld verhindert werden. Die Polizei kann auch ein Instrument der herrschende Politik sein oder im Laufe der Zeit werden und wird eingesetzt um streitbare politische Entscheidungen durch zu setzen. Beispiele hierfür sind die Castor Transporte und der der Stuttgarter Hauptbahnhof, das Mamut-Projekt Stuttgart 21. Die meisten europäischen Regierungen verfolgen eine neo-liberale bzw. eine liberal-konservative Politik und die Unzufriedenheit der Bevölkerungen über ungeliebte politische Entscheidungen wächst. Auch in Europa steigt stetig der Unmut über die Macht der großen Finanzakteure und die gleichzeitige Verarmung der einst so hochgelobten, angeblich stabilen Geldinstitute. Mit Sicherheit stößt dieser ungleiche Zustand, diese große Kluft zwischen arm und reich auch dem Ein oder Anderen Beamten im Polizeidienst sauer auf.

In Stuttgart, New York und anderswo ist ganz klar erkennbar gewesen. Die Polizei hat die Gewaltfreiheit der Demonstrationen durch eigenes provozierendes Handeln beendet und eine Eskalation herbeigeführt. Schließlich kann man bei "Aufflammen" von Gewalt ja alles legitimiert nieder knüppeln, einsperren und mit Tränengas Granaten beschießen. Ob das beherzte Eingreifen der Polizisten auf höhere Befehlsebene entschieden wurde oder ob einzelne Beamte nur ihre Nerven verloren haben, bleibt im Einzelfall zu prüfen.
Polizisten sind Menschen, mit Gedanken, Gefühlen, Vorlieben und Abneigungen, es sind keine Maschinen oder eigenen Willen. Auch wenn sie in ihrer martialischen Kampfausrüstung und ihrer jugendlichen Arroganz nicht unbedingt so aussehen. Die Polizei ist der lange Arm des Gesetzes, nicht der lange Arm der derzeitigen Regierung und erst recht kein Arm irgendwelche wirtschaftlicher Interssen. Darauf zu achten, nicht zu Marionette eines autoritären Systems zu werden, obliegt nicht zuletzt den Beamten selbst.

Der bürgerliche Widerstand gegen den Heuschreckenkapitalismus wird wachsen. Die "Occupy" Bewegung wird wachsen. Konfrontationen mit dem Sicherheitsapparat werden unvermeidlich sein. Paradox, nicht wahr? Unterbezahlte Bullen kämpfen gegen unterbezahlte Bürger um einen bevölkerungsfernen, globalen Finanzapparat zu schützen, welcher überhaupt nix taugt. Im Zuge der Privatisierung, der Gelddruckerei und dem regelmäßigen absetzen von Staatsanleihen ist doch beinahe jedes Land im Euro und Dollarraum verschuldet bis unter die Hutspitze. Bleibt nur zu hoffen, dass uns Zustände, wie in den "demokratischen" Ländern des "arabischen Frühlings" erspart bleiben, doch mit jeder Nachrichtensendung, die ich verfolge schwindet diese Hoffnung ein Stück mehr dahin.

Das nimmt kein gutes Ende...

Ausschreitungen zwischen Polizei und der "Occupy" Bewegung

Im kalifornischen Oakland sind mehr als 1000 Anhänger der sogenannten "Occupy" Bewegung mit der Staatsmacht aneinandergeraten. Die Polizei setzte Tränengas ein: