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Sonntag, 21. September 2014

Es herrscht Krieg

Mir fallen auf Schlag mehr als zehn Länder ein, in denen aktuell Krieg oder, wie es so schön heißt, kriegsähnliche Zustände herrschen.

In wesentlich mehr Ländern gibt es politische Veränderungen, aus dem Sicherheitswahn und aufgebauschten Bedrohungen heraus entstanden, in Richtung Entdemokratisierung und National(sozial)lismus tendierend, auch und vor allem in Europa haben erzkonservative bis rechte Kräfte wesentlich an Einfluss gewonnen, bei Europawahlen aber auch bei landesinternen Wahlen der jeweiligen Länder.

Menschen werden medienwirksam enthauptet, ganze Staaten versinken im Chaos, beherrscht von Milizen, Söldnern, Clans, egal wie man sie nennt, sie verbreiten Tod und Verderben für die, die nicht ihre Meinung vertreten, "Ungläubig" sind oder die falsche Hautfabe tragem. Ihr Verstand ist geblendet vom Hass.

Sie wollten den Irak befrieden, sie wollten Afghanistan befrieden und haben das Gegenteil bewirkt, sie haben die Taliban vertrieben und die viel stärkere IS geboren, geboren in den Trümmern der Kriegsruinen und der Perspektivlosigkeit der Menschen und ebenfalls nur durch Hass genährt der kein Erbarmen kennt. Denn mehr ist vielen nicht geblieben, Hass, darin können sie sich vor der Trauer flüchten, der Verzweifelung, der Einsamkeit.

70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg liefert Deutschland wieder Waffen und kriegsfähiges Material in ein akutes Kriesengebiet um seiner "neuen besonderen Rolle und der damit einhergehenden großen Verantwortung" (Gemeint ist wohl der Welt gegenüber), wie einige hochrangige Politiker es auszudrücken vermochten, gerecht zu werden. Aha, Verantwortung übernehmen heißt also Waffen liefern, mit denen kaum ausgepackt gleich geschossen wird, auf die Richtigen ... und auf die Falschen, je nach Mensch, der die Sache betrachtet und welche Krieterien er für "Richtig" oder "Falsch" anwendet. Nie wieder sollten deutsche Waffen in die Welt verschickt werden, NIE wieder, dann begannen schon vor der Wiedervereinigung Rüstungsgeschäfte mit sicheren Staaten wie Amerika und Nato Mitgliedern, später auch mit, naja, fragwürdigen Ländern wie Russland, Saudi-Arabien und nun in das aktuelle Kriegsgebiet des Iraks um die verblendeten Spacken der IS Miliz bekämpfen zu können, die ansonsten weiter und mit einem Lächeln im verhüllten Gesicht "Andersgläubige" zu tausenden hinrichten, sie in Massengräber verwesen lassen und nebenbei noch die Ölreserven des Iraks besetzen um den Geldstrom nicht abreißen zu lassen. Achja das Schwarzmarkt Öl der mordernden IS gelangt auch über das Nato Mitglied Türkei auf den Weltmarkt...Es lebe die Globalsierung.

Die Menschen, die Politik, macht die gleichen Fehler immer wieder aus Machtgeilheit und aus Anderen niederen, doch leider sehr starken Beweggründen heraus und lernt nicht, trotz aller Denkmäler und Ansprachen.

Afrika ist ein vermüllter, vergessener Kontinent, die Menschen nichts wert, die Appartheid gibt es nicht mehr? Doch und zwar kontinental, dorthin kommt nur schädlicher Müll, den wir hier lieber nicht haben wollen und nicht unsere Überproduktion an Nahrung oder Medikamenten. Der Kontinent wird ausgebeutet, zerquetscht und ausgeblutet durch die Industrienationen und gleichzeitig durch diese indirekt mit Waffen beliefert um Bürgerkriege über Jahrzehnte aufrechtzuerhalten und Fortschritte der Menschen zu untergraben. Afrika ist ein riesen Freiluftghetto und geprägt von Gewalt. Achja, nicht zu vergessen das Ebola Virus, es wäre ein Leichtes für die Industriestaaten die betroffenen fachgerecht und ausreichend zu unterstüzen, doch sie tun sich schwer, geben nur salamitaktische Zusagen, warum wohl?

Der nahe Osten wurde von den Amis über Jahre absichtlich destabilisiert und teilweise aktiv weggebombt, immer wieder gab es Bilder gewalttätiger und/oder sadistischer US Soldaten, die Kriegsgründe sind nachweislich erfunden und und und. Das aus diesem Sumpf nichts Gutes gedeihen kann, zeigt die IS Miliz, zu dessen Entstehung ihr einen erheblichen Teil beigetragen habt und nun vor vollendeten Leichenbergen steht und zur letzten Lösung greifen müsst.

Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen um Unschuldigen das Leben vielleicht noch retten zu können. (Was dann in den meisten Fällen bedeutet: Armut, Krankheit, Perspektivlosigkeit, Hunger).

Dann gibt es da noch den kleinen Präsenzkrieg vor der Haustür der Nachbarn, in der Ukraine, wie damals Vietnam, nur in kleinerem, dezenteren und vor allem überlegteren Ausmaß, ist der Konflikt in direkter Nachbarschaft zu Nato Ländern eine Spielerei des Westens und Russlands, Sanktionen alleine, nur reden wäre ja langweilig, ein bißchen action muss schon sein, ein paar Scharfschützen, ein paar 1000 Söldner bzw. russische Soldaten (Die Übergänge sind fließend), eine Prise Granatwerfer und ein paar Seperatisten und fertig ist der Bürgerkrieg.

Die Unruhe der Welt führt aber nicht dazu, dass alle Staatsmänner der Welt sich darauf verständigen, alle Waffen der Welt zu vernichten, was ja eigentlich logisch wäre, im Gegenteil, die Millitärbudgets steigen wieder, mehr Soldaten, Aufrüstung ist wieder in und steht ganz oben auf dem Programm, klingt doch toll, wir bauen einfach noch mehr Panzer und Flugzeuge und Raketen um der Gewalt zu entgegnen ist doch einleuchtend oder etwas nicht?

Die Angst wird geschürt, mit Angst lässt sich Geld verdienen, ängstliche Menschen sind viel leichter manipulierbar und stimmen Dingen zu, die ihnen sonst nie in den Sinn kämen, Angst hat also viele Vorteile für den, der sie nicht hat.

Es ist mir echt scheiß egal, wer mit wem und weshalb und wer welchen Esel gefickt hat, ich geb nen fick drauf, in welchem Land ihr zufälligerweise geboren seid oder welcher verlogenen Religion ihr angehört, mir ist wichtig, wie euer Herz schlägt, Die Kriterien für Leben und Tod der IS zum Beispiel sind für mich nicht einmal Kriterien für Sympathie und Antipathie, überall ballern sie umher, wie die Rambos und könnt nicht weiter denken als Tiere, vom schlimmsten Trieb dem Hass gesteuert, könnt ihr sogar Kinder töten.

In jeder Ecke der Welt werden Minderheiten verfolgt, wird ihre Lebensweise begrenzt, je nach Stand der Gesellschaft mit mehr oder weniger Gewalt, die Toleranz der Menschen nimmt spürbar ab, während die Gewaltbereitschaft zunimmt. Gewehre statt Sprache, Hass statt Verständnis und keine Besserung in Sicht, achja doch, wir liefern ja Waffen zur Befriedung, klappt bestimmt dieses Mal...


Montag, 6. Mai 2013

Kommentar: Sperrstunde gegen Komasaufen und Gewalt?!

Sie ist wieder im Gespräch. Die Sperrstunde oder auch Polizeistunde genannt. In England nach 90 Jahren vor einigen Jahren endlich abgeschafft hält sie nun wieder Einzug in die Köpfe deutscher Kommunal- und Bundespolitiker, in den meisten Bundesländern ist sie auf eine Putzstunde reduziert, in der Zeit von 5 - 6 Uhr Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen schreiben nicht einmal eine Putzstunde vor, dies soll sich nach dem Willen einiger Politiker bald ändern.

Kürzlich in Emden (Ostfriesland/Niedersachsen) grausam wahr gewordene Realität, dort müssen Gaststätten, Kneipen, Discotheken und alles andere was Alkohol ausschenkt  seit Mitte April nun unter der Woche in der Zeit von 4 - 6 Uhr ihre Pforten schließen, am Wochenende werden die Bürgersteige in der Zeit von 5 - 7 Uhr hochgeklappt.
In Bayern ist aus CSU Kreisen zu hören eine landesweite Sperrstunde einzuführen in einem Zeitrahmen von z.B. 3 - 7 Uhr, Bürgermeister aus verschiedenen Kommunen hätten den Wunsch geäußert eine einheitliche Regelung zu finden um dem Discotourismus vorzubeugen. Derzeit gilt in Bayern um 5 Uhr ist für eine sog. "Putzstunde" bis mindestens 6 Uhr Feierabend, einige Städte veränderten die Sperrstunde jedoch, sodass schon jetzt von einem Flickenteppich gesprochen werden kann. In Passau zum Beispiel ist von 2 - 6 Uhr Schluss egal ob an Werktagen oder am Wochenende.
Erst im letzten Jahr, so im Hochsommer, sorgte die allseits beliebte Familienministerin Kristina Schröder mit einem Vorstoß zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes für Wirbel: Ihr Wunsch war es, Jugendliche unter 16 Jahren ab 20 Uhr generell von Veranstaltungen fernzuhalten auf denen Alkohol ausgeschenkt wird. Also auch Rummelplätze, Schützenfeste, Konzerte, Stadtfeste und dergleichen. Zum Glück sorgte diese verrückte Idee parteiübergreifend für Unverständnis und wurde schnell wieder verworfen.

Die Argumentation für die Sperrstunde ist immer die gleiche: Lärmbelästigungen, Polizeieinsätze aufgrund von Körperverletzungen und anderen Gründen heraus die im Zusammenhang mit dem Alkoholgenuss einer Kneipe usw. stehen, Randale, Komasaufen. Mit ihr soll verhindert werden, dass viele junge Menschen relativ zeitgleich in den "out of order" Modus verfallen und sich gegenseitig auf die Schnauze hauen oder mit ihrem Gegröhle Anwohnern auf die Nerven gehen.

Einem kleinem Prozentsatz Idioten hat das mehrheitlich friedvolle Feiervolk in einigen Provinzen es zu verdanken, dass sie zu gewisser nächtlicher Stunde plötzlich ihren Platz räumen und nach Hause fahren müssen. Der Bürger wird in diesen Städten und Gemeinden seiner Mündigkeit beraubt, zudem haben Wirte, vor allem dort, wo die Sperrstunde über einen längeren Zeitraum geht, finanzielle Einbußen in beträchtlicher Höhe.

Aufgrund des Verhaltens weniger Idioten werden wieder einmal Regeln und Verbote geschaffen die uns alle betreffen und einschränken.

Die Sperrstunde erfüllt sicherlich ihren Zweck, wobei in der Anlaufphase mit "noch mehr Ärger" als zuvor zu rechnen ist, wenn den Feierwütigen bewusst wird, dass sie nun die Kneipe verlassen müssen. "Dann sind alle schlecht gelaunt und gleichzeitig draussen", so ein Sprecher der Stadt Emden. "Das müsse sich erst einspielen" sagt er weiter. "Wir rechnen dann mit einem rasanten Abstieg nächtlicher Polizeieinsätze in der Innenstadt". Klar - is ja auch keiner mehr da (...).

Sonntag, 26. August 2012

Zeitarbeit in Pflege - und Altenheimen

In größeren Städten ist es schon seit Jahren Realität, ländliche Regionen sind noch eher weniger betroffen.


Zeitarbeit in der Pflege.

"Hier fühlen Sie sich Zuhause!"

"Bei uns steht ihre Würde an erster Stelle"

"Mensch ist hier noch Mensch"

So oder so ähnlich werben ausnahmslos alle Altenpflegeheime in ihren Hochglanzprospekten, die überall in den Einrichtungen herumliegen. Alles leere Phrasen. Stellen Sie sich vor, Sie werden beinahe jeden Tag von fremden Personen geweckt, die Ihrer Sprache teilweise nicht einmal mächtig sind.
"Hallo, ich XXX, Sie aufstehen jetzt, ich waschen", wobei dies aufgrund der eigenen Vorstellung noch ein erstrebenswerter Weckvorgang ist. Fühlen Sie sich dort Zuhause?

Chronisch unterbesetzt, teilweise unterqualifiziert, emotionslos - Alltag in deutschen Einrichtungen der Seniorenverwahrung für Mittelstand und Unterschicht. 2 Pflegekräfte auf 20, 30 zu Pflegende sind Normalität und kein Einzelfall.

Die Senioren spüren das, sie fühlen sich abgefertigt, Kapitalanlage Gammelfleisch, welches es zu bearbeiten gilt um es möglichst lange am zahlen zu erhalten. Am besten in Pflegestufe 3 = kann nix, will aber auch nix, zahlt am meisten. Das Pflegestufe 3 für den Betroffenen absolut scheiße und nicht wünschenswert ist, interessiert niemanden. Sie habe alle nur Dollarzeichen und den Feierabend in Kopf. Auch ich erwische mich oft bei dem Gedanken an Feierabend oder dem Gedanken, an den bevorstehenden Geldeingang (scheiß Gruppenzwangkapitalismus).

Wenn man als Zeitarbeiter das erste Mal in eine Einrichtung kommt um z.B. einen Frühdienst abzuleisten bekommt man in vielen Fällen einen Laufzettel in die Hand gedrückt auf dem die Bewohner stehen, die man zu versorgen hat. Auf diesem Laufzettel stehen sporadische Infos über den Menschen, der sich hinter einer der weißen Türen befindet, die sich in den Einrichtungen zu Hauf finden lassen. "Sitzt im Rollstuhl", "Muss gelagert werden (Lagern: Das Drehen eines Menschen im Bett, der dazu selbst nicht mehr imstande ist, Körperpartien werden zur Druckgeschwürvorbeugung mit Kissen abgepolstert)", diese und weitere Floskeln sollen den Zeitarbeiter dann dazu befähigen ganzheitliche, menschenorientierte, individuelle Pflege zu leisten. Je nach Einrichtung und dem Pflegeaufwand der zu versorgenden Menschen können auf diesem Zettel durchaus 10, 15 in Einzelfällen auch mehr Namen stehen, die man innerhalb einer Schicht pflegerisch zu versorgen und zu betreuen hat. Dabei weiß man noch nicht einmal wo der (unentbehrliche) Pflegewagen steht, die Handschuhe oder die Handtücher liegen und überhaupt was da los ist, da steht man schon alleine im Flur, ganz nach dem Motto "Nun mach mal".

Dazu kommt der eklatante Pflegekräftemangel in vielen Großstädten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt. Der Kampf um die Arbeitskraft hat begonnen, d.h. aber auch, dass jeder als Pflegehelfer eingestellt wird, der weiß wie man eine Hose richtig herum anzieht. Wenn man dazu noch für den Mindestlohn von 8,51 € (brutto natürlich) arbeiten muss, wie bei den allermeisten Zeitarbeitsfirmen und auch bei einigen privaten Heimbetreibern der Fall, ist man nur für andere da und wird gleichzeitig ausgebeutet und verbraucht. Darunter leidet die Qualität der Pflege in hohem Maße. Doch nicht nur für die Menschen, die in den Einrichtungen den Rest ihres Daseins fristen müssen, ist Zeitarbeit ein Problem.

Wie in anderen Bereichen der Zeitarbeit auch (Industrie, Handwerk) bekommen auch die Zeitarbeiter in der Pflege für gleiche Arbeit (eher ist es für sie noch wesentlich schwieriger, da sie die Menschen, die sie zu pflegen haben, ja nicht kennen), in aller Regel weniger Geld, als die festangestellten Pflegekräfte. Sie müssen flexibler sein, sie kriegen z.B. erst am Morgen bescheid, wo sie am Nachmittag arbeiten müssen, bei vielen Zeitarbeitsfirmen läuft es mit der Bezahlung nicht immer 100 % (Zuschläge werden einfach nicht bezahlt usw.).

Selbst Wohlfahrtsorganisationen wie die Caritas, die AWO, die Diakonie arbeiten in Ballungszentren regelmäßig mit Zeitarbeitsfirmen zusammen und das obwohl ein Großteil der Bevölkerung diese moderne Form der Sklavenhaltung mißbilligt.

Zeitarbeit als Sprung in den ersten Arbeitsmarkt? Gerade in der Pflege ist davon ja auszugehen, doch da wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn Zeitarbeitsfirmen verlangen "Vermittlungsprovisionen" bei Übernahme in die Stammbelegschaft der Einrichtung und das sind locker mal 10 - 15 % des Bruttojahresgehaltes, selbst wenn der Zeitarbeiter vorher kündigt, gekündigt wird, wie auch immer und dann in die Stammbelegschaft einer Einrichtung wechselt, in die er vorher entliehen wurde, hat die Zeitarbeitsfirma das Recht diese Ablösesumme einzufordern, auch noch bis zu 12 Monate im Nachhinein, auch wenn der Arbeitnehmer nur einen einzigen Tag entliehen wurde und nicht nur das: Sogar andere Einrichtungen des gleichen Trägers, müssen diese Provision zahlen, auch wenn das jeweilige Haus, den Zeitarbeiter noch nie bei sich arbeiten ließ, die gleiche Trägerschaft reicht aus, denn die Zahlung dieser fragwürdigen Ablösesumme, ist vertraglich vereinbart und zwar nicht in dem Arbeitsvertrag zwischen Zeitarbeitsfirma und Zeitarbeit, sondern in dem "Verleihvertrag" zwischen Zeitarbeitsfirma und Einrichtung, die Zeitarbeiter ausleiht. Allein ein Altenpflegehelfer mit einem Jahresbruttoeinkommen von nur 19200 €, kann somit die Einrichtung, die ihn übernehmen möchte, 2500 € kosten, diese Ablösesummen sind für viele Einrichtungen natürlich ein Hindernis, Leute, die sie entliehen haben fest anzustellen und die Zeitarbeitsfirmen verhindern somit einen Mitarbeiterabgang um selbst weiter an ihnen verdienen zu können.

Zeitarbeit in der Pflege der Generation einzusetzen, vor der wir eigentlich am meisten Respekt haben müssten, ist ein Wagnis. Die Frage die sich mir stellt ist: Kann eine bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigte Pflegekraft Tag für Tag qualitativ hochwertige und menschenwürdige Pflege leisten, wenn sie selbst unter einem unwürdigem Arbeitsvertrag schuftet, viel zu wenig Lohn und beinahe gar keine Anerkennung bekommt. Wenn sie Angst hat sich krank zu melden, aufgrund drohender Kündigung oder Gehaltseinbussen. Sie nie irgendwo "ankommt" und so etwas wie "vertrautes Verhältnis" zu den ihr anvertrauten Menschen aufbauen kann.

Sie kann - aber wie lange?


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Antifa, Linke, Autonome - Spinnt ihr jetzt total?! Brandanschlag auf JVA

Oh man ey, ein extrem linker "Gewalttatenpublikationsblog" postete bereits am 12.12.2011 folgende "Erklärung":

"JVA Heidering - Advent Advent, der Knast der brennt!
Jahrelang wurde über den Bau der JVA Heidering bei Berlin gestritten, in einem Jahr soll der Knast fertig sein, der Senat versprach alles soll besser werden für die Gefangenen. Fest steht nur, er besteht auch aus Gittern, Türen, Beton und Stahl. Wir haben in der Nacht auf den 11. Dezember an drei Stellen zeitverzögerte Brandsätze auf dem Gelände der Baustelle der JVA Heidering hinterlassen. Schade, dass Beton nicht brennt!
Todesstreifen, Bolzenschneider, Drahtgitter. Wir versuchten nicht aus dieser Knastgesellschaft zu flüchten, wir brachen ein um sie niederzubrennen. Die JVA Heidering entsteht zur Zeit vor den Toren von Berlin auf einem stinkendem Brandenburger Ackerland. Kein Verkehrsmittel fährt dort hin, zu erreichen ist der neue Berliner Knast nur über eine unbeleuchtete Landstrasse. Der nächste Bahnhof liegt im äußeren Tarifbereich des Nahverkehrs. Sofort erkennbar ist, wo die Gesellschaft die Leute wegsperren will. Weit weg! Familien und Angehörige ohne Auto haben kaum eine Chance die Inhaftierten zu besuchen. Dafür steht der Bau mitten auf dem Feld. Geworben wird damit, das die Gefangenen die Jahreszeiten miterleben können. Andere sagen eher, der Blick durch den bereits fertigen "Todesstreifen" wird untermalt mit den Launen der Natur.
Auch dieser Knast wird nur gesiebte Luft ins Innere lassen und wie auch die bestehenden Knäste stinken wie die Hölle auf Erden im Sommer. Trotz aller Versprechungen des Berliner Senats, alles solle in diesem Knast des 21. Jahrhunderts besser werden, am System des Wegsperren ändert es nichts. Er stellt einzig und allein eine perverse Weiterentwicklung bestehender Methoden dar. Isolation, Folter, den Menschen brechen, zum guten Staatsbürger erziehen.
Wie alle neuen Knäste wird auch er den Mustern der Privatisierung unterliegen. Bestens vorbereitet ist der Neubau bereits. Etliche Produktionsstätten werden mit immer neuen Gefangenen gefüttert, sie sollen privat betrieben werden, unterliegen somit den Marktprinzipien. Der selbe Kreislauf sorgt auch dafür, dass sozial schwächer gestellte Menschen in den sogenannten Problemkiezen von Berlin, sich das nehmen was sie brauchen. Eine gesellschaftlich gewollte Perspektivlosigkeit lässt tausenden keine andere Möglichkeit, als sich im Alltag kreativ zu zeigen. Die Berliner Polizei spielt dieses Spiel gerne mit und führt der Staatsanwaltschaft jährlich tausende Kleinkriminelle und Schwarzfahrer_innen zu. Diese machen einen der größten Teile innerhalb Berliner Knäste aus.
Bereits jetzt verdienen etliche Firmen in Berlin am Geschäft mit den Knästen, sei es Edeka beim Knast Einkauf, sei es Swarovski, dessen Edelsteine mit handgefertigten Pappschachteln aus der Frauen JVA Pankow verkauft werden, oder die etlichen am Bau beteiligten Firmen auf dem Gelände des Neubaus am Heidering. Bald kommen neue Betriebe dazu. Auch ein zweiter Neubau macht uns wütend! Neben Grünau soll nun auch am Flughafen BBI in Schönefeld ein neuer Abschiebeknast mit 30 neuen Plätzen entstehen. Statt endlich einzusehen, dass kein Mensch illegal ist, setzt Berlin seine menschenverachtende Praxis weiter fort!
Wir wollten dieser Scheiße rechtzeitig ein Ende setzen, ein Feuer kann dabei aber nur symbolisch sein. Ändern muss sich das System!
Diese Gesellschaft kennt nichts anderes als Knast, Knast, Knast!
Für eine Gesellschaft die keine Knäste mehr braucht! - Knäste zu Baulücken!
Weiterstadt ein tolles Ding, das geht auch am Heidering!

Autonome Gruppen"

Zitat Ende.

"Los! Alle raus, wir haben vegane VoKü für euch"

 Also, liebe Leute, auch wenn ich diesen unseglichens Stuss in gewissen Ansätzen nach voll ziehen kann. Z.B. was die Nahverkehrsanbindung betrifft oder die wirtschaftliche Ausnutzung von Häftlingsarbeit durch die Wirtschaft oder den Staat. Auch gebe ich euch Recht, dass viele Menschen wegen vergleichsweise geringer Delikte einsitzen müssen.

Da hört`s aber auch auf mit dem Verständnis.

Wie stellt ihr euch eine Gesellschaft ohne Knäste und "gesiebte Luft" denn vor? Diese Antwort bleibt ihr uns schuldig. Bei dem ganzen Abschaum der so durch die Gegend und dem die Staatsmacht jetzt schon kaum noch Herr wird. Wie werden die Affen sich wohl benehmen wenn keine Bullen mehr unterwegs, wie werdet ihr euch dann benehmen? Richtig! Gar nicht!
Eure scheiß Anarchie funktioniert in dieser niederträchtigen, gierigen, menschenverachtenden Welt nicht. Seht`s ein, ihr könnt die ganzen Verrückten nicht therapieren oder in wunderschönen Gärten mit unbegrenztem Internetzugang unterbringen.
Pädos, Vergewaltiger, Mörder, Sadisten undundund mit dem Pack könnt ihr keine rosarote auf Selbstverständlichkeiten beruhende Gesellschaft schaffen.

Natürlich verändert sich nicht`s an dem Prinzip "wegsperren", wär ja auch noch schöner.

Also liebe Leute, bevor ihr Handtaschenräuber und Einbrecher und Drogendealer frei"brennen" wollt`, kümmert euch doch mal um die wirklich Notleidenden und kocht denen Suppe. Obdachlosen z.B., statt "symbolische Brandsätze" zu basteln und damit nonsense zu produzieren. Idioten.

Und zum Schluss sei noch gesagt. Menschen die hier zu Gast sind, haben sich auch dementsprechend zu benehmen, sonst sind sie illegal und müssen weg.

Auch wenn unsere Demokratie sicher noch verbesserungsfähig ist, so ist sie doch eine der stärksten in der Welt und gerade ihr verkappten Spinner solltet froh sein hier leben zu dürfen. Sonst sehe euer Leben mit Sicherheit ganz anders aus.

Sowas regt mich auf!

Montag, 12. Dezember 2011

Scharia statt Demokratie - Frei wird Ägypten Nie!


“Dieses Land muss gereinigt werden. Vor allem die Küsten und Strände von den nackten Frauen”

Kein Wort darüber, wie finanzielle Krisen überwunden werden können, erst recht nicht wie demokratische Werte erbaut, gefestigt und verteidigt werden können. 
Die Salafisten und Moslembrüder gewinnen in Ägypten (und ganz Nordafrika) immer mehr an (politischen) Boden und leider erhalten sie auch die Unterstützung der Straße. Als "verbrecherisch" wird sogar bezeichnet unverhüllte Frauen im Fernsehen auftreten zu lassen. 

Der arabische Frühling entpuppt sich mehr und mehr als islamischer Winter, einzig und allein in Tunesien, dem Geburtsort des "revolutionären Flächenbrandes" scheint es eher einen demokratischen Weg zu geben. Die Bevölkerungen der anderen islamisch geprägten Länder scheinen vergessen zu haben, dass man sich nicht nur von seinem obersten Unterdrücker befreien muss um frei zu sein. Nein, auch die Mittel die seine Barbarei scheinbar (teilweise über Jahrzehnte hinweg) legitimierten und das ist in diesem Ländern auch und vor allem die Scharia müssen in den Hintergrund gerückt werden. Ansonsten werden diese Revolutionen an menschlicher Kontraproduktivität kaum mehr übertreffbar sein.





Ich frage mich sowieso, wie die Geschichte einer Religion soviel Zuspruch gewähren kann, wenn diese doch Nacktheit von Frauen verbietet und körperliche Züchtigung gestattet. Idioten

Freitag, 9. Dezember 2011

Auch das noch: Frei.Wild Bier für 3,56 € den Liter

Frei.Wild Bier, die 24er Palette zu billigen 42,76 €, das sind mal schlappe 3,56 € für`n Liter des köstlichen Gebräus, ob da noch Versand hinzu kommt schau ich mal gar nicht mehr, bei dem Knallerpreis kann man da locker noch nen` Zehner drauflegen, beinahe geschenktes Bier, welch großartige Neuigkeit zu Weihnachten.

Ach jeh, Jungs das ist doch nicht euer Ernst oder, heißt dieses goldene Getränk treffenderweise auch noch

Frei.Bier!?!?

Die Preise sind mal echt der Hammer 848 x 0,5 L Dosen kosten als "Mega-Party-Paket" mal eben 

1419,36 €

(212 € gibt`s Pfand zurück)
Literpreis bei der Menge immer noch 3,29 €

!!!Hier die Preisliste!!!

Hier das Werbevideo das vor Lobpreisungen nur so strotzt:





Möchte man es kommentieren erscheint dort die Meldung "muss noch genehmigt werden"
woran das nur liegen könnte.




Die (Anti)diskriminierungsstelle diskriminie... ähhh informiert

Neue Kampagne unseres schlauen Staates gegen die Diskriminierung von Minderheiten. Die "Keiner passt in eine Schublade" Kampagne (außer natürlich Skinheads, die passen in die nussbraune Lade ganz rechts unten im Schubladenschrank).

Mit 6 (beinahe gleichen) Plakaten wirbt die (Anti)diskriminierungsstelle für mehr Toleranz "Minderheiten" gegenüber.



Dieses Plakat wendet sich (für) gegen das Einordnen von Religionen in sogenannte Schubladen, natürlich wurde hier die islamische Religion gewählt.

Jedes Plakat sieht gleich aus, nur die Aufschrift der Schublade ändert sich:

Thema: Alter - Schubladenaufschrift: "Uralt" (Wann ist man denn U(h)ralt)

Thema: Behinderung - Schubladenaufschrift: "blind" (Sind "Blinde" wirklich behindert?)

Thema: ethnische Herkunft - Schubladenaufschrift: "Türken" (Wie soll`s auch anders)

Thema: Geschlecht - Schubladenaufschrift: "Frau" (Wie soll`s auch anders)

Thema: Religion oder Weltanschauung - Schubladenaufschrift: "Muslime" (wie soll`s auch anders)

Thema: Sexuelle Identität - Schubladenaufschrift: "lesbisch"

Damit wird die BRD nun in Zukunft plakatiert und jeder Mensch hat (wie vorher auch) seinen eigenen Schubladenschrank im Kopf und wird in seinem katalogartigem Denken nur bestärkt.  Komisch ist meiner Meinung nach nur, welche ethnische "Minderheit" (In einigen Bezirken ist es klar die Mehrheit) und welche Religion besonders rücksichtsvoll zu streicheln und zu liebkosen ist. Vor allem der Islam ist ja für seine friedliche, menschenverbindende, grenzenlose, harmonische, gewaltverachtende, Ideologie bekannt. Hier ist die ADS (Nein, nicht die Krankheit, obwohl sie ihr vom Verhalten her nahe kommt) die (Anti)diskriminierungsstelle in ein riesengroßes Fettnäpfchen getreten und wieder einmal werden Gelder für Dinge verschwendet, die gnadenlos an der Zielsetzung vorbeigehen.

Manch ein Blinder könnte sich diskriminiert fühlen, wenn er als behindert bezeichnet wird.

Sonntag, 23. Oktober 2011

NZZ online bringt einiges durcheinander

"Punk mit Krawatte" lautet die Überschrift zu dem Artikel über den Physiker David Hargim. Wer das ist? Einer der erfolgreichsten Finanzunternehmer der Welt. Der eigentliche Artikel wirft immer Paradoxien zu der Überschrift auf. Da ist von Computerprogrammen die Rede, die sich um die Anlage von 25 Milliarden Dollar kümmern, von 2-stelligen Renditen und ineffizienten Märkten, desweiteren diese Passage

"Als «junger gieriger Mann» hat er seinerzeit der Physik den Rücken zugekehrt und sich der profanen Finanzwelt zugewandt. Am liebsten wäre er zu einer glamourösen Wall-Street-Bank gegangen, aber dort wollte man ihn nicht. So begann er bei einem englischen Broker und war 1987 Mitbegründer des bekannten AHL-Funds – der dann von der Firma MAN gekauft wurde und heute ebenfalls etwa 25 Mrd. $ auf die Waage bringt."

doch dann der Knaller, sollte ich mich etwa geirrt haben? Ist David Hargim wirklich ein Punk?

"...Die Erkenntnisse werden dann in Algorithmen umgemünzt, mit dem Ziel, aussagekräftige Kauf- und Verkaufssignale zu bekommen. So ungewöhnlich wie sein Geschäftsmodell ist auch Harding selber. Früher trug er eine pinkfarbene Haartracht. Er ist Punkrock-Fan, und seine Lieblings-Band heisst ironischerweise Punishment of Luxury. Harding dürfte der einzige Millionär unter den Fans der Punk-Gruppe sein."

wenig später kehrt dann aber sein wahres Gesicht zurück

"Harding sieht sich als gewöhnlichen Geschäftsmann, der den Weg des geringsten Widerstands gegangen sei. «Ich bin kein Visionär, der vom Berg herunterkam und dem eine Steintafel gegeben wurde.» Er habe ziemlich schamlos die wohl erfolgreichste Firma der Welt kopiert, den Hedge-Fund Renaissance Technologies, der nach den gleichen Prinzipien arbeitet."

So einen kapitalistischen alten Drecksack als Punk zu bezeichnen ist schon irgendwie ne` Frechheit. Ein Hai bleibt ein Hai, auch mit pinken Haaren!

Montag, 10. Oktober 2011

Der Fallschirm des Teurosa



ein Kommentar zur Euro-Krise


Was zum Henker ist eine Rekapitalisierung der Banken? Richtig, sie gehen in Zukunft nicht mehr an den Geldautomaten um sich ihr Geld zu holen, in Zukunft müssen sie es hineinstopfen um den armen Banken unter die Arme zu greifen. Wieso muss man die eigenen Bank mit Geld versorgen, wenn ein etwas südlich gelegener Staat pleite geht.
Der berühmte Rattenschwanz, der sich aus der Pleite ergeben könnte, ist das Problem. Sind die Griechen insolvent, können sie Kredite deutscher und vor allem französischer Banken nicht mehr bedienen und hier geht es nicht mal eben um die Rückzahlung einer Hausrate. Hier geht es um Milliarden Teuros. Beträge, die jenseits aller Vorstellungskraft eines normal sterblichen liegen.
Die Frage, die sich hier aufdrängt, ist folgende: Wie kann eine in Deutschland ansässige Bank ins Schleudern geraten, bei einem Dispotzinssatz von 18 % und mehr und einem gleichzeitigen Guthaben Zins von 1,8 % oder 2,0 % (wobei die Inflationsrate, also der Werteverfall des Geldes, in ähnlichen Bereichen pendelt).
Die erste Bank, ansässig in Belgien, die Grossbank Dexia hat es bereits erwischt, sie ist schon "zerschlagen" worden, wie die Bänker und Börsianer gerne sagen und sie befindet sich nun teilweise unter staatlicher Obhut.
Die Gier von uns Menschen wird es letzendlich sein, die uns den Hahn abdrehen wird. Wie können Politiker und Wirtschaftsfunktionäre soviele Milliarden in ein Land pumpen welches ausser ein paar Oliven und etwas Wolle kaum etwas produziert und exportiert, das in der Weltwirtschaft keine Rolle spielt und sich seid Jahrzehnten auf dem (nachlassenden) Fremdenverkehr ausruht. Die Gier nach Profit durch hohe Zinssätze der vergebenen Kredite an Griechenland haben nun für die Zahlungsunfähigkeit der Griechen gesorgt und somit haben sich die Milliarden-Jongleure in ihr eigenes Fleisch geschnitten. Die Kohle ist weg, verpufft, verblasen, ausm Fenster geschmissen und ein Ausweg? Klar, stecken wir halt, also alleine wir deutschen, nocheinmal 210 Milliarden Teuros in den reumütigen Schuldner und bekämpfen Schulden mit noch mehr Schulden. Die Feuerwehr löscht ja auch mit Brandbomben. 

Freitag, 16. September 2011

Es geht bergauf!

Neuer Tag, alte Frisur.
Ich lass mich nicht unterkriegen, die Sonne scheint und das Wochenende naht. Morgen Konzert, melancholischer Punkrock ganz im Sinne meiner seelischen Verfassung also.

Der Weg, den ich beschreite ist von Steinen übersät
müde leck ich meine Wunden
bin durch den Marsch blutig geschunden
ich kann lang schon nicht mehr drehen
und auch kein Licht am Ende sehen
es ist noch nicht zu spät
wenn man nur immer weiter geht!!!