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Sonntag, 21. September 2014

Es herrscht Krieg

Mir fallen auf Schlag mehr als zehn Länder ein, in denen aktuell Krieg oder, wie es so schön heißt, kriegsähnliche Zustände herrschen.

In wesentlich mehr Ländern gibt es politische Veränderungen, aus dem Sicherheitswahn und aufgebauschten Bedrohungen heraus entstanden, in Richtung Entdemokratisierung und National(sozial)lismus tendierend, auch und vor allem in Europa haben erzkonservative bis rechte Kräfte wesentlich an Einfluss gewonnen, bei Europawahlen aber auch bei landesinternen Wahlen der jeweiligen Länder.

Menschen werden medienwirksam enthauptet, ganze Staaten versinken im Chaos, beherrscht von Milizen, Söldnern, Clans, egal wie man sie nennt, sie verbreiten Tod und Verderben für die, die nicht ihre Meinung vertreten, "Ungläubig" sind oder die falsche Hautfabe tragem. Ihr Verstand ist geblendet vom Hass.

Sie wollten den Irak befrieden, sie wollten Afghanistan befrieden und haben das Gegenteil bewirkt, sie haben die Taliban vertrieben und die viel stärkere IS geboren, geboren in den Trümmern der Kriegsruinen und der Perspektivlosigkeit der Menschen und ebenfalls nur durch Hass genährt der kein Erbarmen kennt. Denn mehr ist vielen nicht geblieben, Hass, darin können sie sich vor der Trauer flüchten, der Verzweifelung, der Einsamkeit.

70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg liefert Deutschland wieder Waffen und kriegsfähiges Material in ein akutes Kriesengebiet um seiner "neuen besonderen Rolle und der damit einhergehenden großen Verantwortung" (Gemeint ist wohl der Welt gegenüber), wie einige hochrangige Politiker es auszudrücken vermochten, gerecht zu werden. Aha, Verantwortung übernehmen heißt also Waffen liefern, mit denen kaum ausgepackt gleich geschossen wird, auf die Richtigen ... und auf die Falschen, je nach Mensch, der die Sache betrachtet und welche Krieterien er für "Richtig" oder "Falsch" anwendet. Nie wieder sollten deutsche Waffen in die Welt verschickt werden, NIE wieder, dann begannen schon vor der Wiedervereinigung Rüstungsgeschäfte mit sicheren Staaten wie Amerika und Nato Mitgliedern, später auch mit, naja, fragwürdigen Ländern wie Russland, Saudi-Arabien und nun in das aktuelle Kriegsgebiet des Iraks um die verblendeten Spacken der IS Miliz bekämpfen zu können, die ansonsten weiter und mit einem Lächeln im verhüllten Gesicht "Andersgläubige" zu tausenden hinrichten, sie in Massengräber verwesen lassen und nebenbei noch die Ölreserven des Iraks besetzen um den Geldstrom nicht abreißen zu lassen. Achja das Schwarzmarkt Öl der mordernden IS gelangt auch über das Nato Mitglied Türkei auf den Weltmarkt...Es lebe die Globalsierung.

Die Menschen, die Politik, macht die gleichen Fehler immer wieder aus Machtgeilheit und aus Anderen niederen, doch leider sehr starken Beweggründen heraus und lernt nicht, trotz aller Denkmäler und Ansprachen.

Afrika ist ein vermüllter, vergessener Kontinent, die Menschen nichts wert, die Appartheid gibt es nicht mehr? Doch und zwar kontinental, dorthin kommt nur schädlicher Müll, den wir hier lieber nicht haben wollen und nicht unsere Überproduktion an Nahrung oder Medikamenten. Der Kontinent wird ausgebeutet, zerquetscht und ausgeblutet durch die Industrienationen und gleichzeitig durch diese indirekt mit Waffen beliefert um Bürgerkriege über Jahrzehnte aufrechtzuerhalten und Fortschritte der Menschen zu untergraben. Afrika ist ein riesen Freiluftghetto und geprägt von Gewalt. Achja, nicht zu vergessen das Ebola Virus, es wäre ein Leichtes für die Industriestaaten die betroffenen fachgerecht und ausreichend zu unterstüzen, doch sie tun sich schwer, geben nur salamitaktische Zusagen, warum wohl?

Der nahe Osten wurde von den Amis über Jahre absichtlich destabilisiert und teilweise aktiv weggebombt, immer wieder gab es Bilder gewalttätiger und/oder sadistischer US Soldaten, die Kriegsgründe sind nachweislich erfunden und und und. Das aus diesem Sumpf nichts Gutes gedeihen kann, zeigt die IS Miliz, zu dessen Entstehung ihr einen erheblichen Teil beigetragen habt und nun vor vollendeten Leichenbergen steht und zur letzten Lösung greifen müsst.

Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen um Unschuldigen das Leben vielleicht noch retten zu können. (Was dann in den meisten Fällen bedeutet: Armut, Krankheit, Perspektivlosigkeit, Hunger).

Dann gibt es da noch den kleinen Präsenzkrieg vor der Haustür der Nachbarn, in der Ukraine, wie damals Vietnam, nur in kleinerem, dezenteren und vor allem überlegteren Ausmaß, ist der Konflikt in direkter Nachbarschaft zu Nato Ländern eine Spielerei des Westens und Russlands, Sanktionen alleine, nur reden wäre ja langweilig, ein bißchen action muss schon sein, ein paar Scharfschützen, ein paar 1000 Söldner bzw. russische Soldaten (Die Übergänge sind fließend), eine Prise Granatwerfer und ein paar Seperatisten und fertig ist der Bürgerkrieg.

Die Unruhe der Welt führt aber nicht dazu, dass alle Staatsmänner der Welt sich darauf verständigen, alle Waffen der Welt zu vernichten, was ja eigentlich logisch wäre, im Gegenteil, die Millitärbudgets steigen wieder, mehr Soldaten, Aufrüstung ist wieder in und steht ganz oben auf dem Programm, klingt doch toll, wir bauen einfach noch mehr Panzer und Flugzeuge und Raketen um der Gewalt zu entgegnen ist doch einleuchtend oder etwas nicht?

Die Angst wird geschürt, mit Angst lässt sich Geld verdienen, ängstliche Menschen sind viel leichter manipulierbar und stimmen Dingen zu, die ihnen sonst nie in den Sinn kämen, Angst hat also viele Vorteile für den, der sie nicht hat.

Es ist mir echt scheiß egal, wer mit wem und weshalb und wer welchen Esel gefickt hat, ich geb nen fick drauf, in welchem Land ihr zufälligerweise geboren seid oder welcher verlogenen Religion ihr angehört, mir ist wichtig, wie euer Herz schlägt, Die Kriterien für Leben und Tod der IS zum Beispiel sind für mich nicht einmal Kriterien für Sympathie und Antipathie, überall ballern sie umher, wie die Rambos und könnt nicht weiter denken als Tiere, vom schlimmsten Trieb dem Hass gesteuert, könnt ihr sogar Kinder töten.

In jeder Ecke der Welt werden Minderheiten verfolgt, wird ihre Lebensweise begrenzt, je nach Stand der Gesellschaft mit mehr oder weniger Gewalt, die Toleranz der Menschen nimmt spürbar ab, während die Gewaltbereitschaft zunimmt. Gewehre statt Sprache, Hass statt Verständnis und keine Besserung in Sicht, achja doch, wir liefern ja Waffen zur Befriedung, klappt bestimmt dieses Mal...


Donnerstag, 28. März 2013

Anschlag auf Til Schweiger - das Bekennerschreiben

Nach dem Anschlag auf die Karre von Schweigers Freundin und sein Haus in Hamburg aufgrund seines Filmes "Schutzengel" schlägt weiterhin hohe Wellen. Eine ganze Nation empört sich über den "hinterhältigen Angriff" und alle die sich wichtig nehmen ob gefragt oder eben nicht geben ihren Senf dazu und bekunden Solidarität zu Til Schweiger (49). 

Unbekannte schleuderten in der Nacht zu Montag 6 Farbbeutel gegen Schweigers Haus, zudem zündeten sie den Mini Cooper seiner Freundin Svenja Holtmann (26) an, gegen 3 Uhr in der Nacht bemerkte ein Passant das brennende Auto und alarmierte die Polizei. In dem Haus bzw. dem Auto befanden sich keine Personen, Schweiger und seine Freundin befanden sich zur Tatzeit im Urlaub.

Hier das ungekürzte Bekennerschreiben:

Auto von Schweigers Freundin
„Til Schweiger, you're not welcome!
-Adresse-
Zwei Wochen nach der Ausstrahlung des ersten Schweiger Hamburg Tatorts "Willkommen in Hamburg" (Schweiger in der Rolle eines "coolen" Ex-SEK-Komissars) wurde sein Anwesen mit "krimineller" Energie heimgesucht. Das Millionenobjekt in Nachbarschaft
zur Führungsakademie der Bundeswehr im noblen Nienstedten, wo sich ehemalige Bürgermeister, Manager und Militärs gute Nacht sagen, war Ziel von Farbflaschen.

Falls Schweigers Protzmercedes oder andere dem Grundstück zuzuordnenden Fahrzeuge zur Verfügung standen, gab's einen Vorgeschmack auf den nächsten Hamburg Tatort über
Wagensport: "Feuer über Nienstedten".

"Wir dürfen nie vergessen, was unsere Soldaten im Kampfeinsatz für uns tun. Ich widme meinen Film "Schutzengel" diesen Frauen und Männern. Danke."
Mit diesen Worten endete eine dreiteilige Artikelserie von Schweiger, die in der Bildzeitung im September 2012 unter dem Titel "Til Schweigers Afghanistan-Tagebuch"
veröffentlicht wurde. Hier schilderte der Schauspieler seine Erlebnisse und Eindrücke bei den Bundeswehrtruppen in Afghanistan, wo er als Vorabpremiere seinen Kinofilm "Schutzengel" vor 700 Soldat_innen in Mazar-I-Scharif vorstellte.
Die zentrale Botschaft dieses selbst für profilneurotische Schauspieler_innen und Kulturschaffende vom Schlage Til Schweigers eher ungewöhnlichen Vorgehens lautete:
Voller Dankbarkeit und Respekt gilt es sich hinter die deutsche Armee zu stellen und ihre Kampfeinsätze zu unterstützen. Im Kontext der Auseinandersetzung über die kulturelle Hegemonie bezüglich deutscher Militäreinsätze zwischen Kriegsbefürworter_innen und Kriegsgegner_innen gab es einige ähnliche Beispiele: die Livetalkshow der Guttenbergs mit Kerner in Afghanistan, die Umschreibung des Klassikers "There is a house in New Orleans" in "Da steht ein Haus im Kosovo" von Gunter Gabriel, das gehäufte Auftauchen von ehemaligen Afghanistan Soldat_innen in Fernseh- und Filmproduktionen, mal als traumatisierte Opfer, mal als Elitesoldatenheld.

Im Film "Schutzengel", Produktion, Regie und Hauptrolle Schweiger, spielt er einen vormaligen KSK-Kämpfer und Afghanistanveteranen, der eine Mordzeugin vor ihren
Verfolgern schützt.

Deutsche Kriegseinsätze mit allen ihren Folgen sollen als normal und gerecht empfunden und akzeptiert werden. Allerdings fanden die Opfer der deutschen Truppen, wie die über 140 durch einen Luftangriff Ermordeten am Kundusfluss (der befehlshabende Offizier ist kürzlich zum General befördert worden) keine Erwähnung in der Artikelserie. Dafür aber Bundeswehrlazarette, in denen sich Ärzt_innen fürsorglich um durch Sprengfallen verletzte Zivilist_innen sorgten. Abgerundet wurden die Tagebucheintragungen von unfreiwillig komischen Beschreibungen des Besuches eines Ehrenmals für die "Gefallen": "Der Wind pfeift, die Fahnen aller ISAF-Nationen flattern hart. Es ist eine kanz komische traurige Atmosphäre. Ich kämpfe mit den Tränen." Und dem Mäkeln über das schlechte Essen: "Das Essen ist beschissen, Herr Verteidigungsminister, nur Nudeln, Kartoffeln und Reis."
Diese Kritik nahm ihm De Maiziére aber nicht krumm und umarmte ihn herzlich bei der Filmpremiere in Berlin.
Krieg beginnt hier, hier wird er kulturell eingebettet und legitimiert und hier wird er auch in Zukunft angegriffen.

- Den antimilitaristischen Angriff organisieren!
- Schweiger shut up!

die Tatortverunreiniger_innen 25.3.2013“

Schweiger regelt das...
Die augenscheinlich linke Gruppierung versucht mit ihrer Tat die Kriegsverharmlosung die durch Schweigers Film und sein gesamtes Auftreten in diesem Zusammenhang zu kritisieren. Die Gruppe ist der Meinung Schweiger verfälscht die Grauenhaftigkeit des Krieges und wandelt sie um in legitime Einsätze der Bundeswehr in denen der heldenhafte Soldat im Vordergrund steht und nicht die Vermeidung einer millitärischen Intervention.

Schweigers Film ist ein Film ala Con Air oder Rambo in denen der Hauptdarsteller ein ganz toller unbesiegbarer Macker ist, typisch für Schweiger, die Brisanz entsteht erst durch den Hintegrund des Afghanistan Krieges vor dem der Film Spiel.

Ob man Schweiger nun mag oder nicht sei mal dahingestellt, dass sein neuer Film kritikwürdig ist, steht außer Frage, ob man dafür den Mini Cooper einer jungen Frau abfackeln muss, bleibt sehr zweifelhaft.

Aber auch das ist (gute) Publicity für den Film und für Schweiger und der hatte sie zuletzt auch nötig.

Die Gesellschaft oder besser der Teil der medial aufgenommen wird, stellt sich hinter Schweiger, so erfährt er durch seine Facebook Kumpels eine Welle der Solidarität und "mach weiter wir lieben Dich Bekundungen" auch der Bundesverband stellt sich hinter Schweiger. Besonders auffällig: Zitat aus dem Stern: "Der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, verurteilte die Tat "als Anschlag auf die Freiheit der Künstler und damit auf die Freiheit der Kunst in unserem Lande"."

Und die Grünen versuchen durch Briefe Konzertveranstalter davon abzubringen Frei.Wild auftreten zu lassen.

Es lebe die Freiheit der Kunst.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Nordkorea - Wie weit ist der nächste (Welt)krieg noch entfernt

Diktator Kim Jong-li zu Lebzeiten
trauernde (parteinahe) Nordkoreaner - Sie weinen nicht um ihre Kinder
Seid Nordkoreas Diktator Kim Jong-il (69 Jahre), durch "plötzliche Erkrankung" (wohl Herzversagen) das Zeitliche gesegnet hat, geht es in dem Land hoch her. Geboren wurde Kim Jong-il 1942 in einem Militärlager in der Sowjetunion, wo die Truppen seines Vaters Zuflucht vor den Japanern gefunden hatten. Die offizielle Geschichtsschreibung Nordkoreas berichtet allerdings von einer Geburt nach messianischem Vorbild: Kim Jong-il`s Mutter soll demnach in einer schäbigen Holzhütte an Koreas heiligem Berg Paekdu niedergekommen sein. Schon 2009 erlitt der Diktator einen Schlaganfall (wobei andere Quellen auch von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Diabetes berichten), die Propaganda der Staatsmedien verschleierten den kritischen Gesundheitszustand ihres "geliebten Führers" bis zuletzt vor dem nordkoreanischen Volk.
Die Bilder eines weinenden, trauernden Volkes sind ja um die Welt gegangen, angeblich soll diese Trauer echt gewesen sein. Die meisten Bilder sind ja auch aus der Hauptstadt Pjöngjang (3,2 Mil. Einwohner), in der bekanntlich nur parteinahe Personen leben (dürfen).

3 Kasten System in Nordkorea

Die Bevölkerung Nordkoreas wurde Ende fünziger Jahre in ein 3-Kasten System eingeteilt, jenes richtet sich nach der potentiellen "Feindschaft" gegenüber des Regimes. Die Gruppen des Systems sind in folgende 3-Kasten eingeteilt worden, in "freundlich gesinnte Kräfte", "neutrale Kräfte" und "feindlich gesinnte Kräfte". Zu den feindlich gesinnten Kräften, der untersten Klasse, zählen die Familienangehörigen von Nordkoreanern, die in den Süden übergelaufen sind, Unternehmer und Geistliche aus vorsozialistischer Zeit und ihre Familien, ehemalige Angestellte der japanischen Kolonialbehörden und ihre Familien, (ehemalige) Häftlinge und ihre Familien, sowie Parteimitglieder, die gegen die Herrschaft Kim Il-sungs aufgetreten waren und deren Familien. Zur bevorzugten Klasse der „freundlich gesinnten Kräfte“ gehören Parteikader und ihre Familien, sowie Familien von Gefallenen des Kampfes gegen die Japaner und des Koreakrieges.
Angehörigen der untersten Klasse ist es seit Ende der 1950er Jahre verboten, sich in größeren Städten und in der Nähe der Staatsgrenze und der Küsten aufzuhalten. Auch erhalten diese weniger oder gar keine Lebensmittelkarten des Regimes.
 
Im Mai 2011 berichtete Amnesty International von katastrophalen Zuständen

Alltägliches Nordkorea - und wer weint um sie?
So sollen der Menschenrechtsorganisation zufolge etwa 200.000 Menschen unter „schrecklichen Bedingungen“ in „unmenschlichen“ Straflagern für politische Gefangene gefangen gehalten werden und rief Kim Jong-il auf, die Lager sofort zu schließen. Die Bedingungen in den nordkoreanischen Lagern seien die schlimmsten, die die Organisation in den vergangenen 50 Jahren dokumentiert habe. So soll es z.B. Einzelhaftzellen geben, in denen der Gefangene sich weder hinsetzen noch aufrichten kann. Viele würden diese "Kästen" verkrüppelt oder tot verlassen. Auch berichten Flüchtlinge und Überläufer, dass die inhaftierten Zwangsarbeiter weder reden noch lachen dürfen. Nordkorea bestreitet die Existenz der Lager.


Amnesty International berichtet nun von "politischen Säuberungen" nach dem Tod des Millitärdiktators: Mehrere 100 Beamte des Repressionsapparates sollen öffentlich oder geheim hingerichtet oder in die menschenunwürdigen Straflager (wie das in Yodok) des Landes gebracht worden sein. Der Nachfolger des Dikators Kim Jong-il, sein jüngster Sohn Kim Jong-un (nichteinmal 30 Jahre) soll diese Exekutionen und Hinrichtungen aus Angst um seine politische Macht veranlasst haben, die Beamten hätten ihm gefährlich werden können.
Nordkorea, eines der ärmsten Länder der Welt immer noch im kalten Krieg verharrend und weitestgehend abgeschottet von der Weltwirtschaft, durch zahlreiche Embargos, vor allem durch den Westen in Allianz mit dem immer noch gebeuteltem und jetzt (zurecht) verängstigtem Japan und... natürlich Südkorea.
Die noch verbliebenen "Verbündeten" oder besser: "noch nicht total Feinde" wie vorneweg China und ferner auch noch Russland halten sich, wohl aus wirtschaftlicher Motivation heraus, zurück mit der Unterstützung des kleinen Landes.
Das Land, in dem es keine Opposition gibt, dafür aber Sippenhaftung, teilweise werden Familienangehörige bis in die 3. Generation hinein für ein "Vergehen" irgendeines Angehörigen mitbestraft und das heißt in Nordkorea - Straflager - Hunger - Zwangsarbeit.

Eine der größten Armeen der Welt

Nordkore nutzt Traktoren auf seltsame Weise
Technisch hängt das Land den führenden Nationen um Jahre hinterher das versucht Nordkorea durch Truppenstärke auszugleichen. In Nordkorea leben ca. 24 Millionen Menschen. Ungefähr 1,1 Millionen sind Soldaten, desweiteren verfügt die koreanische Volksarmee über 5 Millionen Reservisten. Kein Land der Welt hat gemessen an der Bevölkerungszahl auch nur annährend soviele Soldaten. Das modernste Flugzeug der nordkoreanischen ist die MiG-29, die Ende der siebziger in der sowjet-union entwickelt wurde.
hoch das Bein
Nordkorea macht jedoch trotz der technischen Unterlegenheit immer wieder von sich Reden, versenkte erst im Jahre 2010 eine japanische Fregatte bei deren Untergang 48 Seeleute starben. Auch Raketentests, riesige Aufmärsche und Drohgebärden, vor allem in Richtung Südkorea und Japan sind an der Tagesordnung des von millitärischen Hardlinern regierten totalitären Staates. Achja, nicht zu vergessen das nordkoreanische Atomwaffenprogramm, das können sie nämlich. Apocalypsebomben bauen.
Die ballistischen Raketen (mehrere 1000km Reichweite) haben das größte politische Gewicht in Nordkoreas Arsenal, nur übertroffen von den Atomwaffen des Landes. Erst im Mai 2009 teste Nordkorea eine Bombe mit 10 - 20 kilotonnen Sprengkraft (laut russischen Angaben) jenes entspräche ungefähr der Sprengkraft der Hiroshima Bombe. Nun hat die Regierung Pjönjans (wer auch immer das nun genau sein mag) am gestrigen Tag erneut einen Raketentest mit einer Kurzstreckenrakete durchgeführt. Angeblich nur Routine und kein bestehender Zusammenhang zu Kim Jong-il`s Tod.

Das Staatsbegräbniss des Diktators wird am 28.Dezember.2011 stattfinden. Das Staatsfernsehen zeige am Dienstag Standbilder, wie der Leichnam des am Samstag verstorbenen Diktators in einem von roten und weißen Blumen umgebenen Glassarg im Kumsusan-Mausoleum in Pjöngjang aufgebahrt lag. Dort ruht auch der Leichnam des Vaters des Toten, des 1994 verstorbenen „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-sung.


EDIT: Der Stern berichtet: Nordkorea steigt aus Gesprächen aus!

"Aus Proteste gegen die Verurteilung des nordkoreanischen Raketenstarts durch den UN-Sicherheitsrat will Nordkorea die Sechs-Nationen-Gespräche über sein Atomprogramm beenden. Dies teilte das Außenministerium in Pjöngjang in einer Erklärung mit, die am Dienstag von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Die Gespräche seien nun nicht mehr nötig, Nordkorea werde "nie wieder" daran teilnehmen. Pjöngjang kündigte gleichzeitig eine Stärkung seiner atomaren Abschreckung an. Nordkorea plane daher die Wiederinbetriebnahme seines Leichtwasser-Reaktors, mit dem waffenfähiges Plutonium hergestellt werden könne."



Dienstag, 25. Oktober 2011

Was Libyen, Syrien und die 30.000 miteinander verbindet

Deutscher Herbst hieß es als die R.A.F. gegen Kapitalismus (der uns jetzt die Kehle zuschnürt), gegen Ausbeutung, gegen die Medienhetze (Springer muss brennen!!!) und gegen Umenschlichkeit vor allem von amerikanischer Seite bombte.

Arabischer Frühling heißt es wenn Teile der Bevölkerung gegen ihre (annährend) totalitären Regime aufbegehren und sie in blutigen Kämpfen stürzen. Diese "Revolutionen" werden uns als selbstständige Demokratierungsversuche verkauft. Von unserer Regierung und den öffentlichen Medien gleichermaßen. Sicher gibt es bestimmt Teile der aufbegehrenden Bevölkerung, die eine Art Demokratiesierung im Sinn hat.
Die ist aber mit Sicherheit, ausser vielleicht in Tunesien, in der absoluten Minderheit. In den islamisch dominierten Ländern wird es auch islamisch dominierte Regierungsformen geben. Stichwort Scharia

30.000 Tote durch den internationalen Krieg, ohne UNO-Mandat, in Libyen, ein Angriffs-Krieg unter NATO-Flagge, an dem aktiv nur ein Viertel der 28 NATO-Länder teilnahm.

30.000 politische Gefangene sind derzeit in Syrien inhaftiert.

03000 sind dort bereits bei Demonstrationen um ihr Leben gebracht worden, die meisten Zivilisten.

"Blutige Freiheit...
Menschenrechtler und Amnesty International berichten von katastrophalen Zuständen. Die größten Fussballstadien seien zu Knästen umfunktioniert worden, so ein bekannter Menschenrechtler. Desweiteren werden Oppositionelle in Krankenhäusern nicht behandelt und noch schlimmer, sie werden dort sogar von syrischen Sicherheitskräften und auch von Ärzten gefoltert.
Regierungstreue Soldaten liefern sich mit Deserteuren und Aufständischen teils heftige bewaffnete Kämpfe, vor allem um die oppositionelle Hochburg Homs herum. Vor 3 Wochen scheiterte eine Resolution gegen Syrien im UN-Sicherheitsrat durch das Veto, na von wem, von China und Russland natürlich. Heute allerdings rudern zumindest die Chinesen (aus der Computerchipkommunistenrepublik) in einer etwas andere Richtung und fordert Syriens Regierung unter Diktator Assad mit seinem scheiß Polizeistaat zu "Reformen" auf.
Für die Toten und viele jetzt noch lebender Menschen kommt diese "Bitte" zu Reformen zu spät. Es ist schon sehr traurig, zu beobachten wie in der Welt mit solch` Greueltaten an der Menschlichkeit umgegangen wird. Wirtschaftliche oder religiöse Faktoren haben mehr Gewicht als das angeblich höchste Gut der Menschheit: Das Leben.

"...mit dem Tode bezahlt"

Das Menschen gegen Unterdrückung aufbegehren ist richtig, dies muss manchmal auch mit Gewalt geschehen, obwohl die zuerst immer die falschen trifft. Die einfachen Sicherheitskräfte, Soldaten die geblendet durch System und Religion noch lachen in den Tod marschieren. Bis es die Köpfe trifft vergehen Monate, manchmal Jahre der Tyrannei durch wen auch immer. Auch die Revolutionäre sind nicht verantwortungslos, doch vor allem in Libyen machten die Nachrichten von Schandtaten der Rebellen gegen andere Personengruppen, vor allem gegen Gadaffis Sicherheitskräfte die Runde. Von Aufschlitzen, köpfen und foltern ist da die Rede. Die Freiheit des Einen durch die Folter von Anderen erreichen zu wollen ist der falsche Weg.

Fehlt dann der Kopf, welch Namen er auch trägt (Gadaffi, Assad, Merkel), ja was dann? Friedliche Demokratie und alle sind glücklich? Jetzt gehts doch erst los, siehe Afghanistan und den Irak, jetzt kloppen se gegenseitig aufeinander ein und verkünden (jeder für sich) irgendein hinterwäldlerisches, islamisches, frauenverachtendes Recht. Tolle Demokratie, da war die DDR schon wesentlich weiter muss ich sagen.

Der Kapitalismus und Religionen sind Kriegstreiber Nr. 1. Das christliche Abendland hat nach den Kreuzzügen ja wenigstens etwas dazu gelernt und zieht nicht mehr mit angespiztem, hoch erhobenen Kreuz durch die Weltgeschichte.

Davon ist der Islam noch weit entfernt, gleich der tödlichsten Religion der Welt: der Geldgier!

Samstag, 22. Oktober 2011

Gadaffi is dead - Die Scharia lebt

Erschossen, erschlagen, wie auch immer. Der Mann ist Geschichte, in seiner Heimatstadt Sirte ist er angeblich aus einem Kanalrohr gezogen worden, mit einer Kalashnikov und einer "goldenen" Pistole bewaffnet soll er sich verteidigt haben. Die "Rebellen" schossen auf ihren ehemaligen Machthaber und verletzten oder töteten ihn, er wurde von einem Mob getreten und geohrfeigt und schließlich abtransportiert, in dem Video ist gut sehen, dass der Mann ziemlich im Arsch ist.






Nun is ja schön gut, dass sie den Typen abgeschlachtet haben, nur leider war er nicht der einzige. Auch einfache regierungstreue Soldaten wurden von Rebellen gelyncht, geköpft, gesteinigt. Hier berichtete ich bereits darüber. Desweiteren ist es in Libyen, wie auch in allen anderen arabischen "Revolutionsländern" gut möglich, dass Islamisten ob nun demokratisch gewählt oder nicht, an die Macht kommen und eine "Demokratie", wie die Medien es ja so schön besingen, aufbauen, angelehnt an die Scharia. Sowas wie ne` hierarchische Demokratie allein für Männer. Die Scharia ist das vom Koran übermittelte Recht (...Frauen zu unterdrücken). In einigen Ländern, wie Saudi-Arabien oder Mauretanien ist das Rechtssystem komplett nach diesen unklaren, frei interpretierbaren religiösen "Aussagen" geschaffen. Auch in Afghanistan ist schon 2002 eine auf die Scharia basierende Rechtsgrundlage geschaffen worden. Den Diktatoren und Terroristenführen hat man zwar die Köpfe weggeballert, doch Die Scharia regelt das religiöse, politische und soziale Leben der muslimischen Bürger. Nie explizit in einem kanonischen Gesetzestext niedergelegt, ist sie als eine von allen Muslimen geteilte Überzeugung zu verstehen. Sie wurde in zahlreichen Reformen an die Entwicklung der Gesellschaft angepasst, etwa im Hinblick auf die körperliche Züchtigung. Ein grundlegendes Prinzip blieb dabei aber immer unangetastet: das Patriarchat, die Vorherrschaft des Mannes. So dürfen Frauen in Ländern wie Saudi-Arabien nicht einmal Auto fahren. Die Scharia einführen..., davon quasselt auch der deutsch-muslimische Hassprediger Pierre Vogel immer wieder. Ihr seid doch nichts anderes als braungebrannte Nazis mit Vollbärten.

Samstag, 23. April 2011

Unsere Partner, die libyschen Rebellen köpfen Soldaten der Armee

Achtung, dieses Video enthält ab der 2:00 Minute unzensierte Gewaltszenen, wenn Du unter 18 Jahre alt bist oder mit visueller Sicht von Gewalt nicht umgehen kannst, so darfst Du dieses Video NICHT schauen



Manohman, ob das richtig ist, solche Menschen mit Luftangriffen, Geldern, Waffen und vielleicht bald auch noch mit Bodentruppen zu unterstützen. Europa sollte sich vielleicht mal fragen, weshalb die Rebellen es nicht alleine schaffen gegen Gadaffi, es sind nämlich verdammt wenige und von diesen wenigen ist ein nicht geringer Teil aus Gefägnissen befreit worden und das waren mit Sicherheit nicht alles politische Gefangene....

Kein Krieg in Libyen!!!!

Sonntag, 20. März 2011

Frankreich, Norwegen, Katar und natürlich die USA spielen Krieg in Lybien

Die UN-Resolution Lybien betreffend erlaubt allen 192 UN-Mitgliedsländern eine militärische Intervention in Lybien gegen den Machthaber Gadaffi. Zur Not auch allein. Frankreich und Norwegen machten den Anfang schickten Kampfjets und Flugzeugträger, natürlich darf die USA unter Obama nicht tatenlos zuschauen und hat mal eben in einer ersten Angriffswelle 110 Tomahawk Raketen auf lybische Ziele abgeschoßen. Vor allem die Radarstationen zur Luftüberwachung und Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf der Hauptstrasse nach Bengasi waren die Ziele. Auch ein Flughafen soll zerstört worden sein. Das erste arabische hat seine (militärische) Unterstützung zugesagt, das kleine Ländchen Katar hält die Zustände in Lybien für nicht hinnehmbar. Gadaffi unterdessen sendet wie seine Diktatorenvorgänger aus anderen Ländern auch letzte verzweifelte Botschaften aus seinem Bunker heraus, er droht mit Krieg im Mittelmeer und der Öffnung der lybischen Waffendepots damit die Lybier sich gegen die westliche Allianz zur Wehr setzen können. Russland und China ließen durch ihr jeweiliges Außenministerium verlautbaren, dass sie die den Millitäreinsatz in Lybien "bedauern", beide Staaten hatten sich bei der UN-Resolution enthalten, so auch Deutschland. Alle Länder bekräftigen - bis jetzt  - keine Bodentruppen in das Land zu schicken. Na mal sehen wie lange das Versprechen nun wieder hält.
Wie in Afghanistan, dem Irak und früher auch Vietnam werde sich die Regierungstreuen lybischen Kämpfer in den Untergrund verziehen, Attentate planen und Bomben bauen und von innen heraus gegen die als wahre Bedrohung empfundene westliche Allianz kämpfen. Viel Spaß, oh tapfere der Schergen der US- Streitkräfte, in welchem Land hängt ihr eigentlich nicht rum um Ruhe und Ordnung und Stabilität herzustellen. Innerhalb kürzester Zeit sind mehrere Regierungen durch Aufstände gestürzt geworden. Manchmal mache ich mir ein wenig Sorgen, dass dieses Chaos sich bald auch über Europa hermacht.

Freitag, 18. März 2011

Libyen wird angegriffen - Deutschland enthielt sich

Während Fukushima in aller Munde liegt, vor 10 Tagen, noch ein AKW von hunderten, wenn nicht sogar tausenden auf der Welt, nur mit dem (bis dato nicht relevanten) Unterschied, das es auf gefährlichem Boden steht, hat die UN still und heimlich eine militärische Intervention (gleiches Wort für Krieg) in Libyen beschlossen. Deutschland, Indien, Brasilien sowie die Vetomächte Russland und China enthielten sich, kein Wunder denn Russland und vor allem China profitierten ziemlich von den wirtschaftlichen Sanktionen gegen Libyen, deutsche Güter z.B. die nicht mehr nach Libyen importiert werden durften, sind einfach die Umwege über China gelaufen und China hat natürlich mitverdient, die anderen 10 Mitglieder stimmten der Flugverbotszone, die mit (Kampf)flugzeugen gesichert wird über Libyen zu, damit sollen die Luftangriffe von Gadaffi treuen Truppen auf die Rebellen aufhören, Frankreich bekundete in etwa so "In ein paar Stunden kann es losgehen" da freut Norwegen sich endlich losfliegen zu können und man äußerte man werde mit "Flugzeugen dabei sein". Vor allem China stand der Resolution die die Flugverbotszone beschloss skeptisch gegenüber. China "Hält nichts von militärischem Eingreifen auf internationaler Ebene". In den Worten der Politiker, die sich wie immer auszudrücken wissen, sieht es aus, man wolle dem libyschen Volke zu einem friedlichen "Demokratieübergang" helfen, wie die Anzugträger ihre CocaCola Werte nennen. Das dahinter nur wirtschaftliche Interessen stehen spricht wie immer keiner aus. Weshalb sagt Guido Westerwelle nicht mal geradeaus: "In Libyen gibt es viel Öl, Öl wird knapp, wir müssen uns mit den libyschen Volksvertretern gut stellen" oder "Ich möchte auch nicht wieder, dass Frankreich hier einmarschiert, wenn die NPD den bewaffneten Kampf aufnimmt" oderoder, Nein typisches Politikerkauderwelsch, dessen wahre Message, zwischen den Zeilen zu finden ist. Vielleicht sollte er auch Berthold Brecht zitieren "Stellt euch vor, es ist (Atom)krieg und keiner geht hin", dazu kann Guido ja mit seinem Privatflugzeug einsam über Libyen umherfliegen (man denke an die Flugverbotszone, die gilt nämlich nicht für schwule Diplomaten) und übersetzte Bücher der "Drei Groschen Oper" abwerfen um die Libyer lyrisch zu berieseln und die friedliche "DiskussionsplenumRevolution" auszurufen.
Nun denn ihr tapferen Kreuzritter der UN sattelt die Pferde und reitet hinaus in die dürre Einöde Libyens und bringet "Demokratie" über die von Diktatoren geplagte islamische Welt. In unseren Ghettos stehen soviele Wohnungen leer, da passen auch noch ein paar Libyer rein!!!
(aufgezwungene) Freiheit (mit Grenzen) für die Libyer! CocaCola und Facebook für alle!!!! 

Mittwoch, 9. März 2011

Auf, auf in den nächsten Krieg - Libyen ein Kommentar

"Mensch" sagt da Obama zu Hillary und zum Rest der verkorksten Welt, "wir sind so reich und so demokratisch und im Irak und Afghanistan läuft es so gut mit dem Voranbringen unserer westlichen Kapitalisten Demokratie, mir ist langweilig, auf nach Libyen, da können wir auch mitspielen"
Bürgerkrieg in Lybien, Rebellen gegen Regime, Kalashnikov gegen Flugzeuge, Gadaffi gegen den Westen. Was ist nur auf einmal los mit den Völkern der arabischen Welt, überall begehren sie auf, gegen Korruption und stramme Hierachien, gegen religiöse und staatliche Repression, gegen alte Gesichter und alte Traditionen. Klingt bis hier hin ganz gut und vernünftig, wenn da nicht die überwiegend grauhaarigen anzugtragenden Affen wären die das ganze instrumentalisieren und Libyen am liebsten annektieren würden. Das sagt natürlich keiner so direkt, zuerst folgen demokratische Scheindiskussionen über Flugverbotszonen, Waffenembargos und wirtschaftlichen Sanktionen, alles schön im Diplomatenjargon gehalten, damit die Völker weiterhin an demokratische Strukturen glauben dürfen, während es hinter vorgehaltener Hand doch nur ums Eine geht. Geld (Hier in Form von Öl) und Einfluss. Während der dumme kleine Araber mit seinem rostigen Gewehr in der Wüste hockt und an das Gute der Revolution glaubt, zerreden westliche Winkeladvokaten die Revolutionen solange und beeinflussen sie mit ihrem Scheiß Geld und ihrem Einfluss bis nur noch ein undurchsichtiger Brei aus westlichen "Kultur- und Wertevorstellungen" und den tatsächlichen Vorstellungen der eigentlichen Revolutionäre übrig bleibt. Revolution JA! Unter US-Flagge oder NATO Flagge?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das libysche Volk sich das wünscht und 10 Jahre oder mehr Amis im Land haben möchte, die "die Ordnung und Sicherheit" wahren sollen. Zum Glück gibts ja noch Russland, Russland ist sowieso immer anderer Meinung als die USA, schon aus traditioneller Verpflichtung heraus, Russland möchte keine Flugverbotszone und hat Vetorecht in der Nato, in China ist es ähnlich und auch das Land der untergehenden Plastiksonne hat Veto-Recht. Und Deutschland, naja, wer nimmt uns denn noch ernst mit einem Aussenminister der Guido Westerwelle heißt und einer Kanzlerin deren Mimik mehr an einen depressiven Parkinsonpatienten erinnert, als an eine moderne, motivierte Kanzlerin die realitätsnahe Lösungen anbietet. Jedem Menschen der gegen Ungerechtigkeiten mit geeigneten Mitteln aufbegehrt und zu diesen Mitteln zählt bei Revolutionen gegen Diktaturen für mich auch der bewaffnete Kampf, gebührt mein Respekt.
Schade nur, dass Politiker der ganzen Welt mit ihren Interessen dafür sorgen, dass keine Revolution zu dem Ergebniss führen wird, dass sich die Menschen auf der Strasse, in der Wüste und wo auch immer sie ihre Faust ballen, auf die Fahnen geschrieben haben. Sie werden wieder einen Stempel aufgedrückt bekommen, doch wie die Geschichte lehrt: "Nach der Revolution ist vor der Revolution".
Nur in Deutschland nicht: zu faul und zu fett für Revolutionen....



Mittwoch, 2. Februar 2011

Ägypten bleibt nicht friedlich! und Berlin hüstelt

In Kairo auf dem Tahrirplatz fliegen Steine, Flaschen, es explodieren Tränengasgranaten, treue Systemschergen kommen wie in den alten Filmen auf Kamelen geritten und provozieren die Regimegegner die seid vielen Tagen ausharren um gegen den greisen Diktator Husni Mubarak zu wettern. Sie verbachten die Tage konfrontationslos, die Armee bekundete anfangs sogar noch, sie werde nicht gegen friedliche Demonstranten einschreiten.
Die Spekulationen darüber wer die Molotow schmeißende Fraktion wirklich ist gehen weit auseinander, klar ist, es sind Anhänger von Mubarak, klar ist auch, dass die Armee mittlerweile eher dazu tendiert zu sagen, "geht nach Hause, der Präsident wird im September nicht mehr kanidieren, ihr habt was ihr wolltet. "
"Nein so nicht", sagen die Demonstranten, "es reicht, er geht jetzt!" Die ägyptische Armee ist in den 30 Jahren Mubarak Regierung sehr geschrumpft, ehemals noch stolze 800.000 Mann sind es heute kaum mehr noch 300.000 natürlich wurde die Armee nach Mubaraks Vorstellungen dezimiert, sodass er auch heute noch viele mächtige Freunde mit klimpernden Orden an der Brust hat, denen es ein leichtes wäre die Armee gegen die Demonstranten zu befehligen. Die Armee, die Armee, ja sie ist die eigentliche Macht in diesem Land zu diesem Zeitpunkt, wer sie auf seiner Seite hat, kann Macht zelebrieren, blutig oder nicht.
Auf wessen Seite sie steht wird sich noch raus stellen. Alle wichtigen Menschen der Welt haben bereits ihren Senf dazu gegeben, unser Guidolein, Obama, Merkel, alle fordern Zurückhaltung und den friedvollen Übergang zu einer (Schein)demokratie.
Zurück den Kamelreitenden Radikalen mit Besenstilen und Eisenstangen, die mir nichts dir nichts mit Kleinbussen (und natürlich auf ihren Kamelen) angefahren (und geritten) kamen und auf die Menge eingeprügelt haben, während Soldaten sich hinter ihren Panzern versteckten. Es wird also spekuliert, es könnten Häftlinge aus den angeblich geöffneten Haftanstalten sein oder Polizisten oder beides auf jeden Fall regierungstreu. Jetzt haben wir alle mal an eine friedliche Revolution mit Gänseblümchen in Panzerrohren gedacht und was ist....
Blut, Gewalt, Brüder gegen Schwestern, Ägypter gegen Ägypter. Immerhin haben diese arabischen Gemetzel den nicht von der Hand zu weisenden Vorteil, dass jetzt Reihenweise (übelst alte) Präsidenten abdanken und oder auf eine weitere Diktatorenzeit verzichten. Ganz ohne Protest und Revolution, sie haben gelernt. Unglaublich nicht wahr. Nicht hingegen gelernt haben die deutschen, denn auch in Berlin gab es Revolution, eine grüne Revolution 2500 Beamte für 1 Hausräumung, ihr macht euch unbeliebt Jungs. Wen ich damit jetzt meine, lasse ich mal offe.
Wie auch immer Ägypten ist im Umbruch und ich wünsche allen Menschen die in Ägypten noch an ein Stück Freiheit glauben, die jedem Autonomen hier locker die Hand reichen können alles erdenklich gute für einen "friedvollen Übergang"