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Freitag, 17. August 2012

Hamburg - Obdachlose, Bettler und Schnorrer stören das Stadtbild

titelte am 07.08.2012 die BILD Hamburg, dazu online beim BILDSchundblatt eine schöne Fotoreportage (s. Link) über Obdachlose am Hamburger Hauptbahnhof, "als Hamburger kann man sich nur schämen" lautet, die in typischer Springermanier, beißende Überschrift der Fotostrecke. Dazu schöne Foto-Untertitel aller "Bahnhofselend" und Bürger die ihre Meinung kundtun: "das is ja alles viel zu ekelig und asozial" äußert die Mutter eines Kleinkindes gegenüber BILD (jedenfalls schreibt BILD das so), Obdachlose werden natürlich nicht befragt. "So begrüsst die schönste Stadt der Welt ihre Gäste" darüber ein Bild mit einem stark alkoholisierten, schlafenden Menschen. Stimmung wird gemacht, gegen Obdachlose, Alkoholverbote werden gefordert, mehr Prävention, einer schiebt den schwarzen Peter dem nächsten zu: Die Bahn der Stadt, die Stadt der Polizei, die Polizei wiederum der Bahn und auch der Verkehrsbehörde. Doch keine scheint zu begreifen, dass damit das "Problem" Obdachlosigkeit nicht gelöst, sondern bestenfalls verlagert wird.

Immer wieder gibt es öffentliche Empörung über das selbstverständliche, eine Randerscheinung einer Leistungsgesellschaft, die Obdachlosigkeit, die Bundesregierung führt keine Statistik über Wohnungslosenzahlen, Schätzungen werden von Wohlfahrtsverbänden abgegeben, sie gehen teilweise weit auseinander doch es ist davon auszugehen, dass mehrere hundert Tausend Menschen in Deutschland wohnungslos sind und ein großer Prozentsatz dieser Menschen dauerhaft oder zweitweise auf der Strasse lebt. In Hamburg geht die Politik (aufgrund einer Fragenbogenerhebung) von 1020 (Stand 2009) Obdachlosen aus, Wohlfahrtsverbände schätzen hingegen, dass in Hamburg 5000 - 15000 Menschen in offener oder versteckter Obdachlosigkeit leben.
Kersten-Miles Brücke in Hamburg, ein Zaun zur Vertreibung von Obdachlosen

Eigentlich spielt die geaue Zahl der Obdachlosen auch nur eine sekundäre Rolle, der gesellschaftliche Umgang mit diesem Thema ist der Falsche. Natürlich begrüsst Hamburg seine Gäste so, bei dem horrenden Mietspiegeln in dieser Stadt, den hohen Lebenshaltungskosten, den gesellschaftlichen Druck "zu funktionieren", die Anonymität in der Masse und wenn die freie und Hansestadt Hamburg dieser Nebeneffekt nicht gefällt hat sie auch dafür zu sorgen, dass geeignete Maßnahmen zur Lösung und Vermeidung von Obdachlosigkeit gefunden werden. Wieder versuchen Politik und alle die, die meinen, dass sie was zu melden haben, die Situation nur symptomatisch und nicht ursächlich zu behandeln. Verdrängen, vertreiben, verstoßen, damit die "schönste Stadt der Wald" auch schön sauber bleibt und niemand unserer Gäste mitbekommt, wie es wirklich aussieht.

Mittwoch, 20. April 2011

BILD wittert "Sex Skandal" im Autonomen Zentrum Köln ;) Einfach Lächerlich

Ich musste herzlich lachen, als ich den Bild Artikel vom 17.04.2011 las, Überschrift groß und fett natürlich in alter Springer Hetzmanier "Übergriffe auf weibliche Besucher - Sex Skandal im autonomen Zentrum", diese haben nämlich ihre Party zum Einjährigen Bestehen ihres "Kulturzentrums" absagen müssen da sie laut Eigenauskunft bis jetzt kein geeignetes Mittel gegen "rassistisches, homophobes und sexistisches Gedankengut"  etwaiger Partygäste gefunden zu haben. Liebe BILD Redaktion, was meint ihr denn hat bei diesen politisch korrekten veganen Straight Edgern für ein Gangbang stattgefunden oder wie haben denn die "unfassbaren sexuellen Übergriffe" eurer  Meinung nach ausgesehen. Keine Zeugenaussagen, keine Fakten, nur "unfassbare Übergriffe" jeder Art auf wehrlose kleine Mädchen und jetzt müssen natürlich "unverzüglich Polizeiermittlungen" erfolgen, so Kölns Bürgermeister. Die Autonomen hingegen versuchen auf ihrer Blogseite den ganzen BILD-Hetzer-Trubel zu relativieren und beschreiben was sie schon alles unter "Sexismus" verstehen und das "Die Bild davon jeden Tag mehr in sich hat, als das autonome Zentrum je haben wird" womit sie vermutlich Recht haben, nicht jeder denkt bei Sexismus gleich an brachiale Massenvergewaltigungen hochschwangerer Frauen liebe BILD. Natürlich weiß von dieser Gegendarstellung Mr. Bildblödkonsument nüscht und wird den Kauderweltsch vermutlich noch glauben und sich gepaart mit der künstlichen Alten von Seite 1 sich daran aufgeilen und an den Rudelfick mit Anfassen im AZ Köln denken. Schließlich hat die Bild 3 Millionen Leser und der Blog des AZ Kölns, naja weniger.