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Montag, 9. November 2015

auch das noch: Mann legt mehrere tausend Euro in ein falsches Auto

In Prackenbach (Bayern) ist es zu einem skurrilen Zwischenfall gekommen. Ein Mann hob von seiner Hausbank mehrere tausend Euro ab, er plante eine Urlaubsreise. Nachdem der Mann das Geld abgehoben hatte, holte er noch verantwortungsbewusst Kontoauszüge und verließ die Bank. Der Mann, wohl in Gedanken versunken, lief zu dem Auto, welches auf dem Parkplatz stand, den er üblicherweise nutzt, stieg ein und legte Geldbörse und Auszüge auf den Beifahrersitz und bemerkte, dass er seinen Zündschlüssel nicht fand, er nahm an, dass er diesen in der Bank vergessen hatte, verließ das Auto wieder und ging in die Bank zurück, während der Schlüsselsuche sprach ihn eine Bekannte an, ob er sich ein neues Auto gekauft hätte. Er fand seinen Schlüssel und langsam dämmerte es dem zukünftigen Urlauber (...).


Sonntag, 26. Oktober 2014

Kurz notiert: Dieter Nuhr - 30 Muslime demonstrieren gegen seinen Auftritt

Ein paar Männer sind dann doch gekommen, zur Demo gegen den "Hassprediger", ausnahmslos Männer, etwa 15-30 sollen es gewesen sein, die den Kaberettisten Nuhr der "Beschimpfung von Religionen bezichtigen", die Transparente richten sich allerdings weniger gegen ihn, als den Westen allgemein. So steht auf einem Plakat, dass die Palästinenser jetzt büßen für den Völkermord der Deutschen und so weiter.

Passanten, die angesprochen wurden, reagierten mit Unverständnis, eine Grünen Politikerin hielt ein Schild vor ihre Brust auf dem stand "Was darf Satire? Alles!, desweiteren erhält Nuhr großen Zuspruch von Bürgern in Kommentaren und Foren. Sein Auftritt war sehr gut besucht und etwa 15 Minuten widmete er dem Islam und ließ auch die Demonstrierenden nicht außen vor. Also Angriff statt Rückzug so wettert er aber eben auch gegen die katholische Kirche.

Satire lebt von Übertreibung und Zuspitzung, da werden auch Muslime mit Leben müssen.

Nun ist ein Aufruf auf Facebook aufgetaucht der Erhat Toka unterstützen soll das Bild schaffte es sogar in ein großes Boulevard Magazin.


Dazu Toka auf seiner FB Seite:

"Irgendwann ist gut. Das ist zuviel. Ich muss mir einen Grund für eine Anzeige überlegen. Jeder der mich kennt, weiss, dass ich lustig bin. Ein Beispiel: Was heisst gehbehindert auf arabisch? - Is-Lam"

Ich habe ihm einen Ostfriesenwitz geschickt, denn schließlich gehöre ich zu dieser ethnischen Minderheit und bin selbst direkt Betroffener.

Ja, er ist schon ein lustiger Keks der Erhat, noch viel lustiger sind die Transparente seiner Kumpels:


Was das nun noch mit Kritk an Nuhr zu tun bleibt mir ein Rätsel.

Die Kunst und Wissenschaft sind frei.

Samstag, 25. Oktober 2014

Bild des Tages - Sie trauern um ihr Herrchen.

2 Schäferhunde warten vergeblich auf die Rückkehr ihres Herrchens


Denn das Herrchen ist vor drei Tagen feige erschossen worden. Der kanadische Soldat Nathan Cirillo ist bei einer Wache vor einem Denkmal in Ottawa hingerichtet worden.

Kaberettist Dieter Nuhr - Angezeigt wegen "Beschimpfung von Religionsgemeinschaften"

Gerne schaue ich politisches Kabarett und Satire und liebe die Vielfalt und Lebendigkeit dieses Genres. Stundenlang kann ich mir die Anekdoten von Volker Pispers, Hagen Rether, Urban Priol und  Egon Pelzig und eben auch die von Dieter Nuhr anhören. Sendungen wie "Neues aus der Anstalt" und die "Heute Show" finde ich super. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in Deutschland und die, die dieses Gut Herrn Nuhr (53) nun streitig machen möchten, nehmen es selbst oft über alle Maßen in Anspruch.

"Der Islam ist ausschließlich dann tolerant, wenn er keine Macht hat und dafür müssen wir sorgen, dass es so bleibt"

"Ich hab mir sogar einen Koran gekauft, um zu schauen was man überhaupt noch sagen darf und es ist nichts übrig geblieben"



Zitate von Dieter Nuhr - und es sind bei Weitem nicht die Einzigen, die auch der Osnabrücker Moslem Erhat Toka mitbekam und sich dazu entschloß, Nuhr anzuzeigen, seine Ausführungen wäre "dumme, blöde Hetze" und die Koranpassagen die Nuhr zitiert seien aus dem Kontext gerissen (dieses Argument höre ich immer wieder und ich frage mich, was für ein friedlicher Kontext zum Beispiel um die Sure "tötet die Ungläubigen" blabla zu finden ist).

Doch wer ist Erhat Toka, lebend in der beschaulichen "Stadt des Friedens" Osnabrück. Natürlich, er bedient alle Klischees, langer Bart, Kampfsportler, doch ist er auch gewaltbereiter Islamist? Darüber kann man geteilter Meinung sein, auf seiner Facebook Seite ruft er bei der Demo, die Heute gegen Nuhr geplant ist, beide Seiten zur Ruhe auf. Nachgesagt werden ihm immer mal wieder Kontakte in die salafistische Szene. Desweiteren war er Kreisvorsitzender der MDU (Muslimisch demokratische Union), eine der wenigen ersten muslimischen Kleinstparteien, die sich bisher in Deutschland gründeten und er trat mit dieser Partei auch zu Stadtratswahlen an, nicht erfolgreich, der Verfassungsschutz warnte vor dieser Partei, sie würde unter dem Deckmantel der Demokratie die Demokratie bekämpfen, hieß es 2012, 2 Jahre nach der Gründung der MDU, später schloß die MDU sich der BIG (Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit) an, welche nie über 0,5 % kam, kritisch beäugt werden/wurden diese Parteien, unter Anderem, da bei ihnen die Trennung zwischen Religion und Staat quasi nicht vorhanden ist.

Den Bart jedenfalls, ließ er sich erst in jüngerer Zeit wachsen, ob das ein Indiz ist (sein sollte) für politische Radikalität und Gewaltaffinität? Ich denke nicht.

Ähnlich gelagert war ein Fall, der "Ostfriesenwitze" betraf, hier wollte man den Ostfriesenwitzen "Volksverhetzung" unterstellen. Klage abgewiesen. Schwachsinn.

Meiner Meinung nach ist die Meinungsfreiheit wesentlich, wesentlich höhergestellt als die Interessen oder intolerante Toleranzschwellen religiöser, politischer Strömungen, ich persönlich möchte auch nicht, dass meine Kinder Pierre Vogels Hasstiraden hören oder auf dem Schulhof eine CD der NPD erhalten oder Zugang zu RTL haben, jedoch kann ich es nicht ändern, die Möglichkeiten sind da und das ist auch gut so um ein differenziertes Weltbild entwickeln zu können. Die Meinungsfreiheit schließt immer auch extreme Ansichten mit ein, solange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen und z.B. zu Gewalt aufrufen. Herr Nuhr belegt nur durch zynische Wortspiele die Schizophrenität des Islams.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Zivilcourage - Ein Spaziergang

Hier im Plattenbaubezirk, sucht man Freu(n)de oft vergebens. Jeder lebt halt für sich allein. Fressen oder gefressen werden, ist die Frage dieses dreckigen Lebens, die ein jeder sich zu stellen hat.
So schlendere ich mit meinem schwarz-weiß geflecktem Hund dessen Name in deutscher Sprache ironischerweise mit dem Wort "glücklich" zu übersetzen ist den kargen Hausflur entlang. Wir fahren mit dem schmuddeligen Fahrstuhl hinunter und gehen vor die Türe und sogleich schaue ich gegen graue Häuserfassaden, in meist graue Gesichter die wie Geister an den zahlreichen Graffitis vorbeischweben.
Ein paar Meter erst gelaufen, so in völliger Gleichgültigkeit, höre ich aus einem geöffneten Fensterspalt einen Streit in einer mir befremdlichen Sprache. Die Worte musste ich auch nicht verstehen um zu begreifen. Er schreit sie an. Sie weint. Türen knallen und ein Glas oder ein Teller oder etwas Ähnliches zerbricht. Vielleicht war es auch die Hoffnung auf ein besseres Leben, die da im Unverstand zerscheppert wurde. Wer weiß das schon und vor allem - wen interessiert`s eigentlich noch?
Mein Hund schreckt durch das Gepolter  auf und schaut sich verwirrt um, wir gehen weiter ohne uns weiter daran zu stören, ich denke mir nur noch kurz "Was geht`s mich auch an?".
An der nahegelegenen Strasse zwischen den grauen Häuserschluchten schlagen sich zwei Mädchen, kaum 1,40 Meter hoch gewachsen mit der Faust gegenseitig in ihre zarten Gesichter. In die eigenen "Fressen" wie sie selbst sagen. Sie wälzen sich auf dem Asphalt, im Dreck und im herumliegenden Müll und schreien sich mit quickiger Stimme an. "Du Fotze, Du Hure, Deine Fotze stinkt, Du Hure". Mein Hund und ich gehen gleichgültig an den beiden Mädchen vorüber, ich denke mir noch kurz "was ist nur aus der Jugend geworden".
Wir erreichen einen etwas abgelegenen Pfad, hier liegt noch mehr Müll herum als in den Strassen, den Leute achtlos wegschmeißen um ein bißchen Geld zu sparen. Essensreste, Computerboxen, ja sogar alte Röhrenfernseher, Fahrräder und zerschlagene Bier- und Schnapsflaschen liegen hier und wirken wie abstrakte Dekoration in den paar noch uns verbliebenen Fleckcken Natur. Mein Hund schnüffelt an einer Tüte voller Restmüll und ich denke mir kurz "was für Idioten".
Aus der vermüllten Natur entkommen, erreiche ich die Innenstadtgrenze und laufe an einer längst fensterlosen Bushaltestelle vorrüber. Auf der Bank liegt ein Obdachloser, neben sich ein paar Büchsen billiges Bier, ich kann nicht erkennen ob dieser Mann schläft oder bewustlos ist, er sieht aus, als wäre er kürzlich erst derbe geklatscht worden, ich gehe achtlos mit meinem Hund vorrüber und zerre ihn noch weg von dem Mann und denke mir nur kurz "selber Schuld, scheiß Säufer"
Auf dem Marktplatz wird einer alten Dame ihre Handtasche entrissen, als sie gerade ein paar Kartoffeln zu zahlen gedachte. In der Seitengasse sprühen Jugendliche Hakenkreuze an die Wand, ein paar Meter weiter wird mit Heroin gedealt, da hinten am Platz findet man den Babystrich und die Zeitung zu lesen das sollte man sich besser ersparen. Nachdem mein Hund seine Geschäfte erledigt hatte, lief ich wieder nach Hause und dachte noch kurz: "Die Menschen sind dem Untergang geweiht" aber eigentlich, ja eigentlich ist`s mir auch egal.

Samstag, 26. November 2011

Der Ausgetoßene

Starke, fröstelnde, sein dünnes, verfilztes, rostbraunes Fell durchdringende Böen pfeifen durch die ärmlich erhellten Häuserschluchten der schneedurchtränkten, totgeweihten Stadt. Müde ist er, abgewetzt die steifen Pfoten, wundgetreten im tiefen, kalten, leblosen, rostbraunen Schnee, vergeblich nach Halt suchend, wie auch er vergeblich nach Halt sucht, schmerzunempfendlich geworden sind seine Pfoten und er im Laufe seines langen Weges, schon weit gelaufen ist er durch den tiefen, kalten, leblosen, rostbraunen Schnee immer seinem Schatten folgend.
Sein Magen ist hohl, seid Tagen nicht mehr gefüllt, versucht er grummelnd sich Gehör zu verschaffen, doch bleibt er ungehört durch die ihn übertönenden traurig-kreischenden Böen, die viel zu laut tosend ihn begleiten.
Sein Geist hingegen überschwemmt mit Erinnerungen aus längst vergangenen, stolzen, sonnendurchtränkten Tagen.
Er schleppt sich Schritt für Schritt voran, umherschauend mit letzter Kraft, spähend mit zugekniffenen Augen nach etwas Schutz, ein wenig Wärme und vielleicht etwas Essbarem oder auch nach - Zuversicht. Eine Ecke ohne Zugluft würde ihm schon reichen, ihm dem Ausgemerzten, dem Einsamen, sich etwas ausruhen, eine Zeit lang schlafen. Träumen nicht von seiner Zukunft - von seiner Vergangenheit.
Gezeichnet ist sein Gesicht durch geschlagene Schlachten. Sein rechtes Auge erblindet, durchzogen ist es, von einer groben Narbe, die er sich im Kampf zugezogen hatte. Sein rechtes Ohr zerfetzt, zerlegt im Wahn durch die hemmungslosen Klauen seiner Feinde, so zeugt sein Ausdruck von der Unerbittlichkeit seines Schicksals. Unter einer stählernen Feuertreppe findet er Zuflucht, etwas mehr oder weniger, er dreht sich einige Male umher, schaut kurz in den fröstelnden Wind und kneift die Augen zusammen. Er schnaubt etwas als er zu Boden in den rostbraunen Schnee fällt und damit beginnt sich den eben diesen Schnee aus dem Fell, und seine wundgelaufenen, schmerzunempfindlich gewordenen, steifen Pfoten zu lecken. Seine einst so feuchte und gewitzte Nase, ausgetrocknet, in der ewigen Kälte durch die er zu gehen gezwungen, kaum noch fähig ist sie, Nahrung zu erspüren um sein Lebenslicht trotz der ewigen Kälte brennend, ja zumindest glühend zu halten. Nach außen dringt der Schein seines Lichtes nicht mehr. Früher, ja früher, war es funkelnd zu erkennen in seinen stechenden Augen, kurz bevor seine anvisierte Beute seiner blitzähnlichen Schnelligkeit erlag. Heute wäre er froh gewesen, eine kränkliche Ratte erfolgreich zu Fall bringen um sich an ihrem Kadaver erlaben zu können. Sein ausgedünntes und verfilztes, rostbraunes Fell schützt ihn kaum mehr noch vor der Unerbittlichkeit der eiskalten Nacht. Es fällt ihm schwer sich Wärme zu spenden und er sehnt sich zurück, in die sonnendurchtränkte Vergangenheit. Er rollt sich ein und versucht seine Nase schützend in seine rostbraunen, gefrorenen Fellspitzen zu stecken. Begleitet durch die bitterbösen Töne der pfeifenden, starken, fröstelnden, sein Fell durchdringenden Böen liegt er kauernd, ja zitternd unter der stählernen Feuertreppe in dieser schneedurchtränkten, totgeweihten Stadt. Seine Augen schließen sich und wieder zieht es ihn in die lächelnde Vergangenheit. Sein Lebenslicht. Es verstummen die Böen, er zittert nicht mehr.

Donnerstag, 17. November 2011

Zwei

Blumen hab` ich ihr gepflückt, rote, blaue, gelbe, lila`ne, orange`ne, in allen Farbtönen hab´ ich ihr Blumen gepflückt. Stundenlang, bei Sonnenschein und lauem Spätsommerwind, als ich meinen Hund spazieren führte und meine Gedanken von bedingungsloser Reue ihr gegenüber beherscht waren. Aufgrund der morgendlichen Ereignisse zwischen uns beiden. Verschiedenste Blumen habe ich gefunden, am nahe gelegenen Kanal, in einem kleinem Wäldchen und wie einst Max und Moritz konnt ich es mir nicht verkneifen und stahl auch manch` prächt`ge Blüten aus schlecht behüteten Gärten um sie damit zu erfreuen, ihr damit ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Die Namen der Blumen sind mir gänzlich unbekannt, sie spielen auch keine Rolle mehr, wenn man die Schönheit und Einzigartigkeit jeder Blüte betrachtet. Gebunden hab` ich die Blumen mit etwas stabilem Band und abgeschnitten unten an den Stielen hab` ich sie, fein säuberlich, mit einer scharfen Bastelschere, damit er gut aussah, mein reumütiger Blumenstrauß. Hübsch anzusehen war er schon das muss ich zugeben, längst jedoch nicht so hübsch wie das Antlitz von ihr. Ihre langen, glatten kastanienbraunen Haare, die so gut passten zu ihren tiefen kastanienbraunen Augen und ihren niedlichen Sommersproßen, die im Sommer immer ein klein wenig größer wurden. Ihr war das peinlich - mir nicht. Eine kleine Karte mit einem selbstgeschriebenen Vers noch an dem Blumenstrauß befestigt und fertig war sie. Die Entschuldigung für sie. Die Beruhigung für mein Gewissen.
Mein Gesicht strahlte engelsgleich, als ihr Haustürschlüssel in das alte Zylinderschlüssel rastete, sich drehte und sie knarrend die schwere Tür öffnete. Sie sah mich an, ihre Trauer für mich klar und deutlich in ihren wunderschönen, kastanienbraunen Augen zu erkennen. Verängstigt und verwirrt schmiß sie ihre Tasche hin, gleich neben meinem hübsch gebundenen Blumenstrauß auf den Boden des Hausflures, ohne den Blumenstrauß eines Blickes zu würdigen. Vor wenigen Monaten, ja vor Wochen noch, konnten wir nicht voneinander lassen. Nun schubste sie mich beiseit`. Sie brachte Umzugskartons einer bekannten Windelvertriebsfirma mit, so drei bis vier Stück, dazu noch ihre Mutter und sie fing an, ihre Sachen zu packen.
Chaos. In mir brach alles zusammen und ich verkroch mich in unser, nein, in mein Wohnzimmer, schloss die Türe und erstarrte. Musik. Zigarette. Geräusche und Gerede aus dem Schlafzimmer von ihr und ihrer Mutter. Kein klarer Gedanke war für mich fassbar, nur ein unabläßlicher Druck in meinem Brustkorb. Mein Hund sitzt auf dem Sofa und schaut zu mir herüber, mein bester Freund und Begleiter. Eine treue, naive Seele, in totaler Abhängigkeit von meinem Wohlwollen. Ich musste hier raus, sofort, meinem Hund die Leine angelegt und los. Mit vorsichtigem Schritt schlich ich durch den Flur an ihrer Tasche und dem Blumenstrauß vorbei und blieb ungehört von ihnen. Während in meinem Kopf ein Erbeben in nie dagewesener Form tobte und meine Gedanken damit begannen, mich in ihre unheilvollen Abgründe zu ziehen, verstaute sie ihren Teil unseres Lebens in ihre drei bis vier Pappkartons der bekannten Windelvertriebsfirma unter der höhnischen Bestätigung ihrer Mutter und ihrer eigenen Unsicherheit sich selbst und ihren Taten gegenüber.
Draussen. Endlich. Mein Hund, wie immer natürlich, in stetiger, freudiger, schwanzwedelnder Erwartung dessen was er dort erschnüffeln und markieren konnte, welch` Hundefreund er treffen könnte und toben könnte, als gäbe es nicht`s anderes auf dieser Welt.
In Unwissenheit darüber, welch` innerliche Zerissenheit seine zwei menschliche Gefährten just in diesem Moment plagte. In solchen Augenblicken wäre ich gerne mein Hund, diese Unbeschwertheit mit der er sein Leben zu genießen vermag kann ein hochentwickeltes Wesen wie den Menschen ab und zu nur neidisch machen. Meine Musik im Ohr, hämmernde, melancholische Bässe, Töne, Stimmen und Melodien entführen meine von Chaos unterwanderte Seele in eine Art Rhytmus, ja in eine Art Tanz der nicht greifbaren Gedanken. Weit bin ich gelaufen, teilnahmslos versunken, stundenlang und doch nur endlich weit. Ewig können wir nicht laufen. Blumen hab` ich ihr nun nicht mehr gepflückt, obwohl meine Gedanken von bedingungsloser Reue geplagt waren. Es regnete nun und der derbe Wind schlug mir unaufhörlich in mein ungeschütztes Gesicht. Aus dem gnädigen Spätsommer wurde in kurzer Zeit ein erbarmungsloser Herbstanfang. Mit den ersten verfärbten Blättern der vom Sturm gerüttelten Baumkronen verflog all die Sinnhaftigkeit meines Lebens und war zur Sinnlosigkeit geworden. Mit den Blättern die umher wehten und mit ihr und ihren drei bis vier mit Erinnerungen vollgestopften Kartons einer bekannten Windelvertriebsfirma ist die Sinnhaftigkeit gegangen. Plötzlich bemerkte und spürte ich die Endlichkeit und Vergänglichkeit aller Dinge für den einzelnen Menschen, wie den nass kalten Wind, der Kerben in mein Gesicht wehte und mich zeichnete, wie sie mich zeichnete, für mein mir verbliebenes Leben.
Die Vergänglichkeit der Jugend, der Schönheit, des Lebens, der Liebe schoss mir in den Kopf, wehren konnte ich mich nicht dagegen, nur mein vierbeiniger Freund lenkte mich durch seine stürmisch, liebevolle Freude anderen Passanten gegenüber zwischenzeitlich etwas ab.
Langsam bewegt die Sonne sich am Horizont hinab, bald wird sie verschwinden, wie sie auch verschwunden ist, aus der Wohnung, aus meinem Leben, aus unserer Welt, nur den reumütigen Blumenstrauß hat sie zurück gelassen - und mich.
Als die Sonne heut´ Morgen begann unser Schlafzimmer zu erhellen, vergaß sie dabei wohl mein Gemüt sanftmütig zu wecken. Als das Leben der Welt sich einem neuen Tag stellte, immer die Hoffnung hegend, es würde Tag werden. Greuel, Zorn und Wut packten mich noch ehe ich mir meiner überhaupt bewust war. Der Wecker schellte unaufhörlich zu viel zu früher Stund`. Falsch eingestellt - in meinen schlafdurchtränkten, zornigen Augen - durch sie. Angeschrien` hab` ich sie, viel zu laut und bösartig ohne richt`gen Grund in - ihren kastanienbraunen, verängstigten Augen. Den Wecker hab ich mit ganzer Kraft gegen die Wand gekloppt, sie nicht. Nicht mit der Hand. Mit Worten zerfetzte ich ihre kleine Seele und ihr grosses Herz in Stücke und bohrte grausam mit einem Drillingshaken in ihrer unendlichen Liebe zu mir herum, bis sie schließlich unter letztem Stöhnen und nach Luft ringen aufgab und dabei war zu verenden - ihre endliche Liebe zu mir.
Mein Gesicht wütete, teufelsgleich, als sie noch halb verschlafen zu weinen anfing und mein Geschrei ihr Innerstes durchdrang. Ihre riesigen Kullertränen tropften aus ihren kastanienbraunen Augen, sie liefen über ihr kastanienbraunes Haar auf ihr weiches Kopfkissen und sie konnt` kaum begreifen wir ihr geschah, sie zitterte und versuchte sich unter der Bettdecke zu verstecken. Auch ich begriff nicht, was mit mir geschah, ich brüllte herum, schaltete das Licht an und sprang aufgeregt herum wie vom Fürsten der Dunkelheit besessen. Wir sahen uns an, der Augenblick in kurzer Stille, in dem ihre Liebe zu mir starb.
Gleich dem Wecker, war sie in unzählige Stücke zerbrochen - unreparierbar. Völlig egal wieviel Geld, Mühe, Geschicklichkeit oder Blumen man hineinsteckt - unreparierbar. Ein Trümmerhaufen. Chaos. In meinem, in ihrem Kopf. Begriffen hab` ich nicht`s von alledem und fuhr zur Arbeit, wie sie auch. Abgelenkt durch stundenlanges tun, dachte ich in meiner Unvernunft, verziehen wäre der Morgen und mein schreckliches Gehabe durch sie und ihre liebevolle Seele. Da hab` ich mich getäuscht. Die Realität nicht gesehen oder nicht sehen wollen, denn ihrerseits war es dieser eine letzte Tropfen, der dem "Uns" ein Ende bereitete.
Ein paar Tage später sah ich sie. Draussen, sie mit ihrem, ich mit meinem Hund, sie erschrak und ihr Unwohlsein war bis in meine eigene Brust zu spüren. Wir liefen aufeinander zu, den Kopf gesenkt zu Boden blickend. Sie aus Angst und ich aus Scham so trauten wir uns kaum uns anzuschauen.
"Ja, liebst Du mich denn nicht mehr?" mit zitternder, demütiger Stimme fragte ich sie, ohne den Mut zu besitzen zu ihr aufzuschauen, mir ihrer Antwort ungewiss und die leise Hoffnung hegend, sie würde verzeihen.
"Liebe. Ich liebe Dich! Hass. Ich hasse Dich. Denn Du hast zwei Gesichter, in einem finde ich Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, die Liebe. In dem anderen finde ich Wut, Verzweifelung, Unsteuerbarkeit, den Hass."
Eine ganze Zeit noch lag der Blumenstrauß im Flur, er verlor schnell seinen Glanz und die Blüten welkten mit jedem Tag dahin. Mein Hund trat auf ihm herum und schleuderte ihn gegen die weiß gestrichenen Wände. Den hübschen Blumenstrauß, der alles retten sollte.
Sie wird wieder weinen, doch nicht mehr um mich.
Ich werde wieder Blumen pflücken, doch nicht mehr für sie.
Plözlich wurde sie mir wieder bewust, die Unendlichkeit der Dinge.
Der Jugend, der Schönheit, des Lebens, der Liebe

Samstag, 29. Oktober 2011

Verzeihung bitte? Verstehen Sie was von Liebe

Was bedeutet dieses einst so große Wort heute?
In dieser schnelllebigen, ausgeflippten Zeit?
Nur allzu oft missbraucht und durch sinnlosen, oberflächlichen Gebrauch deklassiert und vergewaltigt.
Der Wert des Wortes Liebe ist immer in Zusammenhang mit der Person zu sehen, die dieses Wort gebraucht. Liebe kann nicht genau definiert werden, sie ist kein biochemischer Prozess und jeder Mensch empfindet etwas anderes unter "Liebe", unter anderem wird sie so beschrieben:

"Liebe (von mhd. liebe „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht."

Darin kann ich meine eigene, ganz persönliche Defintion gut wieder finden. "..die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist"

Es gibt viele Arten der Liebe, die stabilen, unerschütterlichen und die aufregenden, wilden Formen der Liebe.
Die Liebe zu seinen Eltern, zu seinem Kind, zu seinen Geschwistern ist geprägt von Stabilität und lebenslanger Dauer, sie hört nie auf, obwohl es auch bei dieser Form der Liebe, Verletzbarkeit gibt.
Die Liebe zu seinem Tier, hier kann ich nur von Hunden sprechen. Sie lebt von Vertrauen und der Sehnsucht beider Seiten füreinander da zu sein und festigt sich mit jedem Tag des gegenseitigen Respekt`s.
Und es gibt die aufregende Liebe. Die "Liebes" Liebe. Die Romeo und Julia Liebe. Das unbändige Verlangen zweier Menschen sich trotz aller Widrigkeiten in den Arm zu nehmen. Einfach zusammen zu sein. Scheiß egal, was drum herum geschieht.

"Pieere und Luice, die wollten doch nur glücklich sein,
Pieere  und Luice, der Krieg ließ ihnen keine Zeit!"

Trotz Bombenhagel und Panzergeräuschen haben die Beiden den tief verwurzelten Wunsch in sich, "einfach nur zusammen zu sein", sich gegenseitig Mut zu zu sprechen, sich zu trösten, sich Sicherheit zu geben.
Also wenn mir irgendwas an einer kirchlichen Hochzeit gefällt, dann das gegenseitige Versprechen "In guten wie in schlechten Zeiten". Denn das zeichnet Liebe aus. Es gilt nicht nur, das schöne Wetter zu genießen und bei aufkommenden Stürmen um zu kehren um wenig später mit einem vermeintlich, subjektiv empfundenen sichereren Boot wieder los zu fahren, immer in der Hoffnung "jetzt is ein Leben lang schönes Wetter".
Bis zur bitteren Erkenntnis, dass diese Yacht eine leckgeschlagene Nussschale ist und die Schönwetterfront schon nach wenigen Meilen Blitzen und Donnern weichen wird und wieder einmal die Heimreise angetreten werden muss.
Heutzutage wird das Wort Liebe viel zu leichtfertig verwendet, die grundlegende Bedeutung ist in vielen Fällen der Benutzung des Wortes leider völlig verloren gegangen. Manchmal entpuppt sie sich auch als Blender, als heuchlerisch, da sagt man Monate oder Jahre "Ich Liebe Dich" zueinander und merkt und bedenkt dabei gar nicht, dass das Gegenüber selbstredend auch eine eigene, ganz persönliche Definition und Empfindung zu diesem Wort, dieser Emotion hat und er oder sie, es vielleicht nicht ganz so ernst sehen wie man selbst.
Jeder Mensch macht Fehler, jedes Boot gerät mal in einen Sturm. Es kommt doch letzendlich darauf an, seine Fehler zu erkennen, sie zu bereuen und das eigene scheiß Boot zu reparieren und nicht auf den nächstbesten Kahn auf zu springen.
Wie dem auch sei, Liebe hat viele Gesichter und da Lucky anfängt nervös zu werden, zeige ich ihm jetzt meine Liebe und gehe mit ihm spazieren! 


Freitag, 21. Oktober 2011

Freiheit für Hunde und alle anderen Tiere

Na, kennt ihr det auch?

"Leinen sie den Hund sofort an"

oder

"Ich zeig sie an, ich weiß wo sie wohnen"

oder

"Dein scheiß Köter pisst immer gegen meinen Busch"

oder

"mein Kind hat Angst vor Hunden, nehmen sie ihn weg"

oder, oder, oder

Es gibt in dieser Stadt einige Möglichkeiten um seinen treuen Freund naturnahe und leinenlos auszuführen. Die Brutzeit der Vögel von April bis mitte Juli mal ausgenommen, da herrscht grundsätzlich Leinenpflicht. Zu meiner großen Freude bin ich stolzer Besitzer eines 4-Jährigen Dalmatiner Rüden. Dalmatiner sind Lauf- und Begleithunde mit sehr menschenfreundlichen Charakterzügen, die sie, zugegeben, manchmal etwas stürmisch zum Ausdruck bringen. Ein Laufhund benötigt logischerweise viel Auslauf. Ein Dalmatiner sollte mindestens 2 Stunden am Tag frei laufen können und das ermögliche ich meinem "Lucky" auch. "Lucky" freut sich über alles und jeden und geht schwanzwedelnd auf jeden Menschen zu und möchte gestreichelt werden. Die Menschen reagieren die Menschen grob gesehen auf 3 Arten auf diesen tierischen Annährungsversuch:

1. Sie freuen sich und streicheln und betüdeln "Lucky"

2. Sie ignorieren ihn und gehen einfach weiter

3. Sie beschimpfen ihn oder mich, teilweise auf eine echt üble Art

Alle Möglichkeiten kommen bei jedem längeren Spaziergang vor. Zum Beispiel wenn "Lucky" mit einem anderen Hund auf einer Wiese spielt, die an einen Radweg grenzt und die Hunde eben diesen Radweg in ihrer Unwissenheit kurz vereinnahmen und die kommenden Radfahrer absteigen müssen. Da geht das Gemecker und Gezeter schon los, wie kann man auch nur seine Hunde auf ner` Wiese spielen lassen. Unverschämtheit.
Diese Menschen scheinen davon auszugehen, sie hätten die Welt und jeden Quadratzentimeter großen Flecken für sich gepachtet.
Haben se aber nicht!
Überall liegen Glasscherben und Müll herum, daran fahren diese Menschen so vorbei und nehmen es als gegeben hin. Doch wehe ein Hund pinkelt oder scheißt bestenfalls in oder an ihre Hecke. Das ist für manch` Erdenbürger schon eine Katastrophe mittleren Ausmaßes.
Die Zeit, die ich mit meinem Hund draussen verbringe ist sehr wichtig für uns beide. Er ist viel zu lebendig und fröhlich gesinnt, als dass ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte, ihn ständig an der Leine zu führen. Der Mensch stellt den Tieren in seiner grenzenlosen Gier nur noch wenig (verpesteten) Lebensraum zu Verfügung und selbst auf diesen kleinen Wiesen und Pfaden gibt es immer wieder Theater mit anderen Menschen.
Man stelle sich einmal eine Welt ohne freilaufende Tiere, alle selbst Insekten und Würmer - eingesperrt, eingezäunt, angekettet. Also mir läuft bei dieser Vorstellung ein kalter Schauer über den Rücken. Da riskier lieber ich weiterhin endlose Diskussionen und habe dafür einen glücklichen Hund. Da können die Leute sich noch so aufregen.

"Können sie die nicht anleinen"

ist dann so der Standard Spruch,

"Nein kann ich nich! Verdammte Kacke"

Rücksichtnahme Fehlanzeige, als wenn die Tiere keine Rechte hätten. Alles ist zubetoniert und mit Zäunen und Mauern verbarikadiert und die wenigen Meter Grünfläche die den Hunden noch zu Verfügung stehen, werden ihnen von engstirnigen, miesepetrigen Leuten noch streitig gemacht. Genau diese Leute stopfen sich dann Abends noch billiges Fleisch aus der Massentierhaltung in ihren Schlund und beschweren sich mit vollem Mund bei ihrer Familie über die frechen, dummen Hundehalter aus dem Park.
Es passiert häufiger auch, das Kinder weinen, wenn "Lucky" ihnen entgegen läuft. Die Eltern regen sich dann ziemlich auf. Sicher ein streitbarer Punkt, indem ich die Meinung vertrete:

"Fragen sie sich mal, weshalb ihr Kind Angst hat"

In vielen Fällen ist es einfach das bisherige Auslassen der Eltern ihre Kinder mit Tieren in Kontakt zu bringen. Dies ist sehr wichtig für das spätere Sozialverhalten und die Entwicklung von Respekt den Tieren gegenüber.

Mittwoch, 27. April 2011

Auch das noch... 5 €uro zahlen um der Verantwortung zu entgehen?


 Freut euch nicht zu früh, det is nich mein Mobilfunktelefon, ich besitze nämlich keins, ja sowas gibt es noch, so komme ich wenigstens nicht in Versuchung blöd zu filmen, wenn ein Mensch in Not ist, ich werde mit beiden Händen helfen und eingreifen.
Gefunden habe ich dieses hübsche Bildchen hier, dort bietet ein Mensch an, für 5€ (!!!) per "SMS, Chat oder Social Network" "Schluss zu machen"
Der SMS-Text is aber schon irgendwie super, hätte ich diese SMS bekommen, hätte ich mich am meisten darüber aufgeregt, dass meine frischgebackene Ex nicht in der Lage ist, einen Neben- von einem Hauptsatz zu unterscheiden und digitalisierte falsche Grammatik mit dem Wort "schriftlich" gleichstellt und vor allem, dass sie so tut, als wäre diese "schriftliche" Datenübermittlung in der "Wie mache ich am besten Schluss-Skala" höher angesiedelt als das (ohnehin schon gaaaaanz tief unten) stehende "per Telefon Schluss machen". Am Ende dann dieses melodramatische "Es ist aus!"
Leute egal woher ihr kommt, wo ihr euch seht oder gerne hättet, egal ob ihr 12,16,25 oder 63 seid, ein persönliches Gespräch (welches unbezahlbar ist), ist die beste und ehrlichste Methode "Schluss zu machen", social networks sollten eigentlich Anti-Social-Networks heißen, denn die Bindungen vor dem Bildschirm scheinen seid Kackebook und Co. längst nicht mehr so wichtig zu sein.

Montag, 25. April 2011

Wieviel ist ein Freund wert?

Einen Anruf? Ein "Wie gehts Dir"? Ein Treffen? Eine Umarmung? Alles?

Ein Freund ist alles, was wir haben, 1 Millionen Euro oder Dollar oder was auch immer für eine materielle Währung, nützen am Ende überhaupt rein gar nichts, wenn man keinen Freund hat, mit dem man den Luxus teilen kann.
Wieviele Arschtritte muss ein Freund vertragen, bis er das gottverdammte Recht hat, sich ab zu wenden, wieviel Zeit muss ein Freund für den Anderen haben und in welchen Situationen hat er die scheiß Pflicht...da zu sein? Fragen die jeder für sich selbst beantworten muss, man kann keine klaren Grenzen ziehen und muss immer wieder neu entscheiden wieviel man bereit ist zu geben oder auf der anderen Seite, wieviel man bereit ist zu ertragen.
Für meine Freunde bin ich da.
Je nachdem um was es geht (auch hier muss man Entscheidungen treffen), setze ich mich gleich aufs Rad, fahre hin, höre zu, spende Trost und Sicherheit und Wärme.
Je nachdem um was und um wen es geht (auch hier man muss man Entscheidungen treffen), bin ich bereit so manchen Arschtritt weg zu stecken, der Freundschaft oder Liebe wegen habe ich schon so manches Mal den Kürzeren gezogen und oft ist es mir nur mit einem weiteren Arschtritt gedankt worden.
Doch ich werde immer wieder Vertrauen, jedoch anderen Personen, ich verschenke mein Herz nicht an Fleischereien sondern an Menschen, die es gut behüten und es nicht sezieren und am Fleischerhaken aufhängen, manchmal entpuppt sich jedoch auch der liebste Mensch mit den schönsten Augen im Nachhinein als Fleischerei, doch dann ist es zu spät.
Ich kann keine Freundschaft, keine Liebe, keinen Hass erzwingen oder kaufen, wer nicht will, der hat halt schon, ich gebe mir immer Mühe ein guter Freund zu sein und viele wissen das auch, trotz meiner Ecken und Kanten und im Gegenzug verlange ich "doch nur" eine Schulter zum Anlehnen, ein Ohr für meine Geschichte und eine Hand für meine Sicherheit.
Ein Freund ist alles, vergesst das niemals!!!

Donnerstag, 21. April 2011

Ostfriesenwitze doch keine Volksverhetzung oder "Wie macht der Bauer die Milch warm?"

Die Süddeutsche Zeitung berichtet: "Osnabrück - Ein wegen Ostfriesenwitzen verärgerter Hörer zieht seine Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen einen niedersächsischen Radiosender zurück. Der Rechtsanwalt des Mannes, der die Anzeige bei der Polizei Osnabrück erstattet hatte, habe sich im Namen seines Mandanten entschuldigt, teilte der Sender am Montag mit. Sein Mandant habe sich 'unbedacht dazu hinreißen lassen, die Strafanzeige zu formulieren und abzusenden', schrieb der Anwalt. Deshalb werde er die Anzeige zurückziehen." Schaue hier nach dem Bericht

Grund für die Anzeige war der Witz:

"Wie macht der Bauer die Milch warm"

..."er zündet die Kuh an"

Muss diese Kuh für eine warme Milch brennen?!

Sonntag, 17. April 2011

kurz notiert: Sind Ostfriesenwitze Volksverhetzung?!

Ein Ostfriese erstattete bei der Osnabrücker Polizei Anzeige wegen Volksverhetzung gegen die Moderatoren einer Radiosendung aus Niedersachsen, des Sender ffn, da diese wiederholt Ostfriesenwitze in ihre Moderation einbrachten, Grund für die Witze war der Neuzugang einer Kollegin die aus dem ostfriesischen Aurich stammt. "Sie selbst lache am herzlichsten über die Witze" äußerte die Programmdirektorin der Sendung. Der Anzeigende wittert jedoch die Diffamierung einer ethnischen Minderheit und möchte dies zum Schutze seines kleinen Küstenvölkchens gerichtlich unterbinden. Es wird nun geprüft ob ein Anfangsverdacht vorliegt und ermittelt werden muss. Der Radiosender dagegen sendet weiter seine Witze und möchte darauf auch nicht verzichten.

Ist diese CD bald verboten?

Wird er eingeknastet?
hier lebt die ehtnische Minderheit der seltsam humorlosen Ostfriesen

Samstag, 16. April 2011

Die Liebe - weil wegen Frühling und so

Letztens hab ich mir beim Kaffee trinken so gedacht,
Mensch ich hab sie lang nicht mehr gesehen
und ich begab mich sogleich auf die Suche
doch sah ich sie nirgends stehen

Bei der Auskunft hab ich angerufen
konnt es dort ja mal versuchen
doch die Dame am anderen Ende der Leitung
sagte nur "die is hier nich registriert,
gehn se mal zur Zeitung"

doch auch in der Redaktion vom hiesigen Anzeigenblatt
wusst keiner wer sie wo verloren hat
sie schickten mich zum Fundbüro
wenn sie dort nicht wäre
wär das eben so

doch auch in der Fundannahmestelle
wussten sie gleich auf die Schnelle
"hier hat sie keiner abgegeben"
sprach die Dame
leicht verlegen

Ich ging zur Polizei und meldete sie als vermisst
es konnte doch nicht sein, dass ein jeder sie vergisst
doch die Schultern der Polizisten zuckten nur
"wir haben genug zu tun
lassen Sie uns mit dem Scheiß in Ruhe"

und so habe ich die ganze Welt entdeckt
immer auf der Suche nach ihrem Versteck
jahrelang es war vergeben
suchte ich
mein ganzes Leben

Da plötzlich fand ich sie
ganz klar in Deinen Augen
meine Suche doch erfolgreich
ich konnte es kaum glauben
Mein Herz es sprang vor Freud
hört her ihr lieben Leut
Gebt die Hoffnung niemals auf
dann stosst auch ihr irgendwann darauf.

copyright: der verkorkste Szeneputzer

Donnerstag, 31. März 2011

Wer muss sich eigentlich wo integrieren? 10 Gebote zur Integration

Alle reden von Integration, aber wer muss sich nun eigentlich wo integrieren? Bundesinnenminister Friedrich (CSU), als neuer Leiter der sogenannten "Islam" Konferenz begann gleich diese mit einem "Eklat" indem er sinngemäß sagte "Europa sei eben christlich-abendländisch geprägt" und "Die Muslime sollen gemeinsam mit uns, also auf behördlicher Ebene gegen Extremismus, vor allem in ihren eigenen Reihen vorgehen".
Eigentlich Aussagen, die selbstverständlich erscheinen, doch nicht für die Muslime, die Grünen und die SPD, sie rufen zum Boykott der Konferenz auf, diese solle schließlich nicht "sicherheitspolitisch geführt werden". Friedrich solle sich sogar dafür entschuldigen behauptet zu haben "der Islam ist kein Teil Deutschlands", die gleichen, die heute eine Entschuldigung für die Äußerung einer Meinung einfordern, fordern eine Woche später dann für sich das Recht ein, angemeldete Aufmärsche zu blockieren, Züge zu blockieren, ne Menge Geld zu kosten, Bullen zu beleidigen und zu verprügeln, Autos in Brand zu stecken, Pflastersteine zu schmeißen und nennen das dann "ziviler Ungehorsam", der durch die edlen Motive gerechtfertigt sein soll.
Wo ist da die Verhältnissmäßigkeit?
Entschuldigen sich die ausländischen Jugendlichen bei mir, wenn sie mir aus niederen Beweggründen vor die Füsse rotzen? Erweckt nicht schon die bloße Formulierung "ausländische Jugendliche" den Gedanken an "rechtsextrem"?

Unsere Gesellschaft ist geschichtlich bedingt nicht in Lage sich vernünftig und distanziert mit dem Thema Zuwanderung und anderer (fremder) Religionen auseinander zu setzen. Es ist zwar schon 70 Jahre her, dennoch begleitet uns unsere gruselige Vergangenheit Tag für Tag weiter, auch wenn es bald keinen Menschen mehr gibt, der aus dieser Zeit erzählen kann.

Mir persönlich macht der Islam als Religion nicht die große Angst, sie wird uns irgendwann dominieren, aber das werde ich nicht mehr erleben, mir macht vielmehr das Benehmen vieler Kids Angst, die jede, aber auch jede Hemmschwelle verloren haben. Nicht fähig sind zur (Selbst)kritik, nicht lachen können, weil sie sich mal einfach nur so freuen. "Fick deine Mudder" rumschreien und noch nie am Meer waren oder im Wald.
Traurig ist das mit an zu sehen wie so die Jugend vieler verstreicht und sie später mit ihren eigenen Kindern nichts anfangen können und die noch eine Stufe "krasser" werden. Integration hat in der Praxis nichts mit Religion zu tun, sondern mit Benehmen. Mir ist wurscht, wer wann welches Fleisch essen darf oder in welche Richtung er seinen Teppich ausrollt oder ob sein religiöser Prophet Priester oder Pastor heißt, man muss sich doch eigentlich nur an ein paar Gebote halten, die rein gar nichts mit Staatsangehörigkeit oder Religion zu tun haben und für jeden Menschen selbstverständlich sein sollten.

1. Messer, Teleskopschlagstöcke und Schusswaffen bleiben Zuhause weil

2. Gewalt is blöd und deshalb

3. hau niemanden grundlos die Fresse ein

4. Das Handy Deines Nächsten darfst Du Dir nicht einfach so nehmen

5. Die Freundin auch nicht, es sei denn ihr macht das vorher ab

6. Das heißt "ich hab Dich lieb" nicht "Spast"

7. Kartoffeln, Spaghetti und Reis beschreiben Gerichte und keine Essgewohnheiten von Deutschen, Italienern und Asiaten

8. Ältere Menschen in S-Bahnen nicht tot schlagen, sondern Sitzplatz anbieten

9. Nur weil Du Dich cool findest, heißt das noch lange nicht, dass auch andere Dich cool finden

10. Schlaf nicht mit Thilo Sarrazin

Dienstag, 29. März 2011

Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Mal wat ganz anderes. Ist euch schon aufgefallen, dass es draußen beginnt zu blühen und zu gedeihen, dass nicht mehr der pfeifende Wind den Tag begleitet, sondern lustige zur Paarung bereite Vögel und den Balkon vollscheißende Tauben trällern und herum fliegen. Gestern noch so scheint es, war die Welt um uns herum kühl, kalt und ungemütlich, heute tummeln sich die Hunde in den Gärten, bald werden kleine Entlein fröhlich schnatternd durch hiesige Gewässer kreuzen und Kinder werden sie mit Brotkrummen beschmeißen. Schmetterlinge gibts dann auch, auf dem Rapsblumenfeld genauso wie in einigen Bäuchen. Nein, ich meine nicht das sonntägliche Grummeln nach ein oder zwei durchzechten Nächten, das bedeutet nämlich, "Alter, Du hast zuviel gesoffen". Ich meine dieses kribbeln in der Bauchgegend, das Herz schlägt schneller, die Pupillen werden größer und die Gedanken schlagen Purzelbäume, man träumt von ihr (oder ihm je nachdem was man so für Neigungen hat), man kann sich nicht richtig konzentrieren, ja sogar gestandene Skinheads wurden schon beim Blumen pflücken gesichtet. Gibts nicht? Gibts doch!
O.K, ich gebs zu, ich wars, ich hab manchmal so komische Ideen, wenn ich mit meinem verrückten Hund durch die Gegend streife. Wie dem auch sei, trotz all der großen Katastrophen um uns herum und unseren eigenen ganz privaten Katastrophen sollten wir nicht vergessen, was die Seele am Leben hält - Vertrauen, Zuneigung und Liebe. Nein, ich bin nicht melancholisch, ich seh das wirklich so.
Gibts eigentlich Emo-Skins???
Wie dem auch sei, geht mal raus in die Natur (Für die das nicht wissen (können): Natur sind mehrere Bäume, Tiere und Gewässer auf einen Haufen) atmet tief durch und überlegt euch ob diese ganze Scheiße die hier so läuft wirklich sein muss... ;)
Mir tut es gut mal abzuschalten (was Merkel auch gut täte, das "abschalten"), einen Kaffee in der Sonne zu trinken und mich an den kleinen Dingen der Welt zu erfreuen, wie - fliegende Libellen oder springende Ziegen, je nachdem was man so auf Lager hat.
Es ging ja eigentlich um die komplizierte Liebe die viele Menschen in diesen Zeiten in ihren Bann zieht. Sie wäre ja so schön, wären da nicht diese Zweifel, "hab ich die richtigen Socken an" "sind die Fussnägel synchron zueinander geschnitten" "hab ich den Herd ausgemacht", sind so Fragen die man sich häufig stellt.
Kann man sich nicht wirklich beantworten und so bleiben diese Fragen unbeantwortet im Kopf fest verankert und unlösbar, viel komplizierter erscheinend, als sie aller Wahrscheinlichkeit nach sind.
Ach was solls, ich trink jetzt ersma ein Bier und spiel CounterStrike, Oi!

Panik bei DSDS Veranstaltung oder "ihr habt se doch nich mehr alle"

Für einige sind ganz andere Katastrophen von Bedeutung. Die 6 verbliebenen Kandidaten der "Talentshow" "Deutschland sucht den Superstar" haben vorgestern in einem Einkaufszentrum in Oberhausen eine Autogrammstunde zelebriert. Statt erwarteter und verplanter 4000 (bekloppter) junger Mädchen kamen aber mehr als 15.000 (bekloppter) junger Mädchen und sogar einige Jungs ;), die mit ihren spacigen ipods und ipads und onetouchespressomakern natürlich die besten Bilder der "Bohlen Girls and Boys" machen wollten und drängelten und drängelten in dem viel zu kleinen Einkaufszentrum, schließlich artete das ganze in eine Paniksituation aus und 60 (bekloppte) junge Menschen mussten wegen Prellungen, Quetschungen und Kreislaufzusammenbrüchen behandelt werden, naja denn weitermachen (...).

                      

Freitag, 25. März 2011

Freunde, Wochenende

Jo, es ist wieder Wochenende und ich wünsche euch allen viel Spaß, was auch immer ihr vorhabt. Der Anti-Atomkraft Bewegung wünsche ich regen Zulauf bei ihren vielen Demonstrationen am Wochenende, den Rebellen in Libyen viel Erfolg und den Arbeitern in Fukushima möglichst wenig Verstrahlung. Meine Gedanken gehören im Moment aber eher dem privaten Umfeld ich geh heute feiern und ich rate euch dasselbige zu tun, wer weiß, ob die Welt morgen noch so ist, wie sie heute scheint (wie philosophisch ich doch bin), ihr merkt, ich muss dringend anfangen den Kaffee gegen Bier einzutauschen und getreu dem Motto "OiOiOi" die Stiefel schnüren und los gehts.

Remember your roots

Montag, 21. März 2011

Danke für euer Interesse, es geht weiter immer weiter

 So nachdem ich mich heute mit dem anlegen einer Totholzecke im elterlichen Garten ausgepowert habe, geht es mir nach der verdienten Dusche ganz gut. Da ich im Moment Urlaub habe hat sich ne Menge Energie angestaut, die raus musste, ich bin schon angefangen meine Energiereserven in Frustation an den Falschen auszulassen, jetzt weiß ich was mir gefehlt, einen Tag Knüppelarbeit um mal wieder runter zu kommen.

Als ich Anfang diesen Jahres angefangen habe diesen Block zu schreiben, nahm kaum einer Notiz davon, boah was hab ich mich gefreut, wenn ich am Tag 100 Seitenaufrufe hatte oder mal ein Kommentar geschrieben wurde. Ganz gleich auf welcher (politischen) Seite ihr steht, ich freue mich über jeden Leser und jedes Kommentar, vor allem freue ich mich über Diskussionen unter der Artikeln, auch wenn diese nicht immer direkten Bezug zu den Artikeln ;) Was solls is egal. Also Leute fleißig weiter lesen, kommentieren, jeder hat das Recht gehört zu werden!!!

Während in Lybien die Bomben fallen und in Japan Reaktoren knallen, habe ich mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen, unbedeutend wenn man die ganze Welt nimmt, existentiell, wenn es um mich geht.

Sonntag, 20. März 2011

Man kann

Man kann über politische Fragen diskutieren
Man kann über militärische Interventionen diskutieren
Man kann über einen Wahlausgang diskutieren
aber nicht über Gefühle, die muss man leben
in sich tragen und in seinen Augen zum Ausdruck bringen und in seinem Herzen spüren
Stolz, Liebe, Zuneigung, Abkehr, Hass darüber kann man schlecht "reden" und man kann es vor allem nicht wegdiskutieren und verdrängen, sie sind einfach da, diese Gefühle.

Zuviel reden ist sowieso nicht gut, ich rede oft zuviel.
Zuviel Verlangen ist auch nicht gut, ich verlange oft zuviel.
Geduld ist eine Tugend die mir wohl verwährt blieb
 dafür habe ich andere Laster umso mehr.